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Begegnung mit einem jungen Wildtier: So verhält man sich richtig

Im Frühling kommen viele Wildtiere zur Welt. Wer draussen unterwegs ist, kann deshalb leicht auf Jungtiere treffen. So verhält man sich richtig.

Jungdachse

Jungdachse verlassen im April und Mai erstmals den Bau. Neugierig, wie sie sind, erkunden sie die Umgebung und spielen oft in der Nähe des Eingangs. Wer sie dabei beobachtet, sollte Distanz wahren und sich keinesfalls nähern. Zwar gelten Dachse als scheu und friedlich. Fühlen sie sich aber in die Enge getrieben oder wittern eine Bedrohung, können insbesondere Muttertiere aggressiv reagieren. Dank scharfer Krallen und kräftigem Kiefer sind sie in der Lage, andere Tiere zu verletzen. Hunde müssen zwingend an die Leine genommen werden.

Fuchswelpen

Auch wenn sich junge Füchse scheinbar allein vor ihrem Bau befinden, sind ihre Eltern meist in der Nähe und beobachten die Umgebung. Daher sollte man sich ihnen nicht nähern und sie auch nicht füttern: Der menschliche Geruch könnte dazu führen, dass die Elterntiere ihre Jungen vorübergehend meiden. Hunde sind zwingend an die Leine zu nehmen, damit sie die Welpen nicht jagen oder aufscheuchen. Am besten verhält man sich, indem man langsam und ruhig weitergeht. Es kann vorkommen, dass einem Fuchswelpen aus Neugier folgen. In diesem Fall gilt: Blickkontakt und «einladende» Gesten vermeiden und langsam weitergehen. Hilft das nichts, sollte man sich kurz umdrehen und sich mit Gesten grösser machen, damit die Tiere das Interesse verlieren.

Rehkitze

Rehkitze erblicken zwischen Mai und Anfang Juni das Licht der Welt. In den ersten Lebenswochen legt eine Rehgeiss ihre Jungen bewusst allein ins hohe Gras oder Gebüsch, wo sie durch ihre Tarnung geschützt sind. Sie kommt nur wenige Male am Tag zurück, um das Kitz zu säugen, damit keine Raubtiere durch ihre häufige Anwesenheit darauf aufmerksam werden. Das junge Tier darf niemals angefasst, gestreichelt oder mitgenommen werden. Der menschliche Geruch kann dazu führen, dass die Mutter sich dem Kitz erst später wieder nähert. Am besten verlässt man den Ort ruhig und zügig, ohne das Tier weiter zu stören.

Junghasen

Wie Rehkitze liegen auch junge Feldhasen – sogenannte Leverets – oft in einer kleinen Mulde. Die Häsin schaut höchstens zweimal am Tag vorbei, um keine unnötige Aufmerksamkeit auf ihren Nachwuchs zu lenken. Wenn Menschen den Junghasen zu nahe kommen oder sie berühren, löst dies grossen Stress aus. Am besten geht man ruhig weiter und verlässt den Bereich, damit die Häsin später ungestört zurückkehren kann.

Junge Wildschweine

Frischlinge sind fast nie allein unterwegs: Ihre Mutter, die Bache, ist stets in der Nähe und verteidigt ihre Jungen entschlossen, wenn sie eine Gefahr wittert. Hunde müssen deshalb in solchen Situationen unbedingt an der Leine gehalten werden. Sonst könnten sie eine aggressive Reaktion der Bache auslösen, was für Mensch und Tier gefährlich werden kann. Sieht man Frischlinge, bleibt man am besten ruhig stehen und zieht sich dann langsam zurück.

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