Gründüngung: Frischekur fürs Beet

Das letzte Gemüse ist geerntet, das Beet leer. Statt es unbepflanzt zu lassen, kann man durch Gründüngung mithilfe einer Zwischenkultur den Boden verbessern. So schützt und füttert man den Boden, statt ihn «leer» zu lassen.

So geht’s:

1. Freies Beet auswählen

  • Nach Kartoffeln, Salat, Erbsen, Zwiebeln
  • Auf neuen oder ausgelaugten Beeten
  • Über Herbst/Winter als Bodenbedeckung

2. Passende Pflanzen wählen

Die Auswahl hängt davon ab, was der Boden braucht und welche Kultur vorher, beziehungsweise nachher im Beet steht (siehe Tabelle).

3. Beet vorbereiten

  • Erntereste und grössere Unkräuter entfernen
  • Boden oberflächlich lockern, zum Beispiel mit einem Grubber oder Kultivator
  • Krümelige Oberfläche herstellen

4. Aussäen

  • Saatgut breitwürfig ausstreuen
  • Samen leicht einharken, damit sie Bodenkontakt haben
  • Bei Trockenheit angiessen

5. Wachsen lassen

Je nach Art meist fünf bis zehn Wochen oder bis zum Frost. Ziel ist eine gute Durchwurzelung und genügend Blattmasse.

6. Vor der Samenreife schneiden

Das ist wichtig, damit sie sich nicht unkontrolliert versamen. Als Mulch liegen lassen oder flach einarbeiten (nicht tief untergraben). Kleearten können nachwachsen; hier hilft mehrfaches Schneiden, bis die Pflanze abstirbt.

Gründüngung hat positive Effekte:

  • Boden lockern: Tiefwurzelnde Arten durchwurzeln verdichtete Schichten und verbessern die Krümelstruktur.
  • Humus aufbauen: Die Pflanzenmasse und Wurzeln liefern organisches Material für Regenwürmer und Mikroorganismen.
  • Unkraut unterdrücken: Eine geschlossene Pflanzendecke beschattet den Boden.
  • Wasserhaushalt verbessern: Humusreichere Böden speichern Wasser besser; schwere Böden werden lockerer.
GRÜNDÜNGUNG AUSSAT ZWECK BESONDERHEITEN
Phacelia
(Bienenfreund)

März-

September

Boden bedecken, Humus aufbauen, Boden lockern, Unkraut unterdrücken Sehr gute Allround-Pflanze; nicht mit den üblichen Gemüsearten verwandt und daher ideal für die Fruchtfolge.
Weissklee

März-

August

Stickstoff binden, Boden verbessern

Mehrjährig; gut für Beete, die länger ruhen. Nicht vor oder nach Bohnen oder Erbsen pflanzen.

Rotklee

März-

August

Stickstoff binden, Humus aufbauen

Tiefwurzelnd, verbessert die Bodenstruktur. Nicht vor oder nach Bohnen oder Erbsen pflanzen.

Gelbe Lupine

April-

August

Tiefgründige Bodenlockerung, Stickstoff binden

Besonders für verdichtete Böden geeignet. Nicht vor oder nach Bohnen oder Erbsen pflanzen.

Futterwicke

März-

September

Stickstoff binden, Humus bilden

Gute Vorfrucht für Starkzehrer. Nicht vor oder nach Bohnen oder Erbsen pflanzen.

Inkarnatklee

Juli-

September

Stickstoff binden, Überwinterung

Attraktiv für Bestäuber, oft winterhart. Nicht vor oder nach Bohnen oder Erbsen pflanzen.

Weisser Senf

März–

September

Schnelle Bodenbedeckung, Nährstoffe festhalten Nicht vor oder nach Kohlarten verwenden (Kreuzblütler). Nicht vor oder nach Kohlgewächsen (Broccoli, Blumenkohl, Radieschen, etc.) pflanzen.
Ölrettich

Juli-September

Tiefe Bodenlockerung, Nährstoffe aufnehmen Ebenfalls nicht in der Kohl-Fruchtfolge einsetzen. Nicht vor oder nach Kohlgewächsen (Broccoli, Blumenkohl, Radieschen, etc.) pflanzen.
Buchweizen

Mai-August

Schnelle Bodenbedeckung, Unkraut unterdrücken

Frostempfindlich; wächst auch auf nährstoff-armen Böden gut.

Winterroggen

September-Oktober

Überwinterung, Erosionsschutz,

Humusaufbau

Im Frühjahr rechtzeitig mähen und flach ein-arbeiten.

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