Sanfte Kaufanreize können Verbraucherinnen und Verbraucher dazu bewegen, häufiger Lebensmittel aus besseren Tierhaltungsbedingungen zu wählen. Das zeigt eine Studie der Universität Bonn, die im Journal of Behavioral and Experimental Economics veröffentlicht wurde. 

In einem virtuellen Supermarkt wurde die Wirkung von zwei Hinweisen auf mehr als 850 Teilnehmende getestet: Eine verwies auf eine soziale Norm («Immer mehr Menschen entscheiden sich für mehr Tierwohl»), eine zweite erklärte mit Grafiken die Haltungsstufen. 

Beide Massnahmen steigerten unabhängig voneinander den Anteil tierwohlgerechter Produkte im Einkaufskorb. Die stärkste Wirkung erzielte die Kombination beider Hinweise. Nach Angaben der Forschenden ergänzen sich die Effekte, ohne sich gegenseitig zu beeinflussen. 

Da die Einkäufe nur virtuell erfolgten und nicht bezahlt werden mussten, ist allerdings offen, ob sich die Ergebnisse auf reale Kaufentscheidungen im Supermarkt übertragen lassen.