Vögeln ein Zuhause schenken

Im Siedlungsraum verschwinden zunehmend natürlicheNistplätze für Vögel. Nisthilfen bieten Ersatz, dort, wo sie Sinn machen – sei es im Garten, am Balkon oder an der Fassade.

Sie beleben unsere Umgebung mit Gesang und ständigem Treiben. Hier und da wird jedoch ihr Schauspiel immer seltener. Viele einheimische Vogelarten verlieren zusehends natürliche Nistplätze. Gerade im Siedlungsraum verschwinden Brutnischen aufgrund modernisierter Gebäude und des Rückgangs des Altholzbestandes. Nisthilfen können hierbei einen Ersatz bieten. Den Vogelarten angepasst, lassen sich diese mit etwas handwerklichem Geschick selbst zusammenbauen. Verwendet werden können ungehobelte Bretter aus Fichten-, Tannen- oder Föhrenholz in einer Dicke von zwei Zentimetern. Alternativ kann Holzbeton genutzt werden, dessen Langlebigkeit von Vorteil ist. Je nach Vogelart sind die Form wie auch die Platzierung entscheidend, ob die Nisthilfe angenommen wird. Generell sollte sie vor Witterung geschützt angebracht sein. Es empfiehlt sich zudem, das Einflugloch der Wetterseite abzukehren, möglichst gegen Osten oder Südosten. Tagsüber sollte die Nisthilfe im Schatten oder zumindest im Halbschatten liegen, wodurch das Innenleben vor Hitze geschützt wird. Damit ein Vogel eine Nisthilfe als sicheren Ort zum Ausbrüten annimmt, sollte sie bereits im Vorjahr angebracht werden. Dies schafft Vertrauen und bietet gleichzeitig einen Rückzugsort über den Winter bis zur Brutzeit. Die jährliche Reinigung, bei der das Nest und der Kot entfernt werden, kann schliesslich zwischen September und Februar erfolgen.

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Zahlreiche Vogelarten brüten in weitgehend geschlossenen Nisthöhlen. Da natürliche Höhlen immer seltener werden, kann man mit Nistkästen nachhelfen.

Nistkasten aus Holz für Höhlenbrüter

Vogelart: Kohlmeise, Haussperling, Feldsperling, Trauerschnäpper, Wendehals, Kleiber und Gartenrotschwanz Grösse: 14 cm (Breite) x 28 cm (Höhe) x 14 cm (Tiefe), Dach 22 cm x 22 cm Lochgrösse: 32 mm (für Gartenrotschwanz zwei Löcher) Aufhängeposition: In 1,8 bis 2,5 m Höhe, zum Beispiel an einem Baum Brutzeit: Sie variiert je nach Vogelart zwischen März und Juli

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Auch dem Star kann man mit einem etwas grösseren Nistkasten unter die Flügel greifen.

Nistkasten aus Holz für Höhlenbrüter

Vogelart: Star Grösse: 16 cm (Breite) x 34 cm (Höhe) x 16 cm (Tiefe), Dach 24 cm x 24 cm Lochgrösse: 50 mm Aufhängeposition: In zwei bis vier Metern Höhe, zum Beispiel an einem Baum Brutzeit: Der Star brütet von März bis Juli

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Einige Vogelarten bevorzugen Nistplätze in Nischen. Da moderne Gebäude nur wenige Nischen aufweisen, können kleine Plattformen Halbhöhlenbrütern Nistplätze bieten. Diese können mit Randleisten und Seitenwänden ergänzt werden.

Nistplattform aus Holz für Halbhöhlenbrüter

Vogelart: Hausrotschwanz und Bachstelze Grösse: 15 cm (Breite) x 15 cm (Tiefe) Aufhängeposition: Zum Beispiel in ruhigen Winkeln unter Dachvorsprüngen oder Balkonen Brutzeit: Sie erstreckt sich üblicherweise von April bis Juli

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Durch Renovationen an hohen Gebäuden gehen Brutplätze verloren. Versiegelte Öffnungen in Fassaden können durch Nistkästen aus Holz ersetzt werden.

Seglernistplatz aus Holz

Vogelart: Mauersegler Grösse: 28 cm (Breite) x 16 cm (Höhe) x 18 cm (Tiefe) Lochgrösse: 65 x 30 mm Aufhängeposition: In mindestens drei Metern Höhe, besser höher Brutzeit: Mai bis August

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Für Mehlschwalben gestaltet sich der Nestbau als sehr schwierig. In Siedlungen finden sie nur selten Lehmpfützen mit Nistmaterial. Hier schaffen künstliche Nester aus Holzbeton Abhilfe.

Kunstnest aus Holzbeton

Vogelart: Mehlschwalbe Grösse: 18 cm (Breite) x 10 cm (Höhe) x 15 cm (Tiefe) Aufhängeposition: An erhöhter Stelle, zum Beispiel unter Dachvorsprüngen Brutzeit: Mehlschwalbenpaare brüten von Mai bis August

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