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Kapuzinerkresse: die würzige Alleskönnerin im Garten

Leuchtende Blüten, pfeffriges Aroma, unkomplizierte Kultur: Die Kapuzinerkresse zählt zu den vielseitigsten Gartenpflanzen überhaupt. Sie schmückt Beete und Balkone, lockt Bestäuber an und bereichert die Küche mit essbaren Blüten und Blättern.

Die Kapuzinerkresse vereint Zier- und Nutzpflanze in idealer Weise. Ursprünglich stammte sie aus Südamerika und gelangte im 17. Jahrhundert nach Europa. Heute ist sie aus Bauerngärten, Hochbeeten und Balkonkästen kaum mehr wegzudenken. Ihre runden, schildförmigen Blätter bilden einen dichten Teppich, aus dem von Juni bis zum ersten Frost auffällige Blüten in Gelb-, Orange- und Rottönen hervortreten. Je nach Sorte wächst sie buschig oder rankend und eignet sich damit sowohl als Bodendecker als auch für Rankhilfen oder Ampeln.

Besonders geschätzt wird die Kapuzinerkresse in der Küche. Blätter und Blüten sind essbar und verleihen Salaten, Kräuterquark oder Butterbroten eine angenehm scharfe, leicht kresseartige Note. Verantwortlich dafür sind Senfölglykoside, die auch in anderen Kreuzblütlern vorkommen und das charakteristische Aroma prägen. Die unreifen Samen lassen sich ähnlich wie Kapern einlegen. Neben ihrem Zierwert und ihrer kulinarischen Verwendung besitzt die Kapuzinerkresse auch eine lange Tradition in der Pflanzenheilkunde. In der modernen Phytotherapie kommen Extrakte der Gros-sen Kapuzinerkresse unter anderem in Kombination mit Meerrettichwurzel zur unterstützenden Behandlung unkomplizierter Atemwegs- und Harnwegsinfektionen zum Einsatz.

Beliebt bei Insekten

Im Garten punktet die Pflanze durch ihre Anspruchslosigkeit. Sie bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort und durchlässige Böden. Auf nährstoffreichen Flächen entwickelt sie zwar viel Laub, bildet jedoch oft weniger Blüten. Mässiges Giessen genügt; Staunässe verträgt sie nicht. Auch ökologisch ist die Kapuzinerkresse wertvoll. Ihre nektarreichen Blüten werden von Hummeln und anderen bestäubenden Insekten besucht. Gleichzeitig wird sie häufig als sogenannte Fangpflanze eingesetzt, da Blattläuse sie bevorzugt besiedeln und dadurch empfindlichere Kulturen wie zum Beispiel Tomaten, Kartoffeln und Gurken entlasten können.

Da die Kapuzinerkresse einjährig ist, wird sie jedes Frühjahr neu ausgesät. Die grossen Samen keimen bei warmer Witterung zuverlässig, die Pflanzen wachsen rasch heran. Wer einige Samen ausreifen lässt, kann sie im nächsten Jahr erneut aussäen oder auf Selbstaussaat hoffen.

Steckbrief

Name: Tropaeolum majus Blütezeit: Juni bis Oktober, häufig bis zum ersten Frost Standort: Sonnig bis halbschattig; durchlässiger, eher mässig nährstoff-reicher Boden Pflege: Mässig giessen, Staunässe vermeiden; auf starkes Düngen verzichten Vermehrung: Direktsaat ab Mai oder Vorkultur ab April; auch Selbstaussaat möglich

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