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Was Hobbygärtner gegen Hitzestress tun können

Die Temperaturen steigen, der Boden trocknet aus, die Pflanzen welken: Der Klimawandel stellt Gärten vor echte Herausforderungen. Was können Gartenbesitzer tun?

Mulchen

Mulchen gehört zu den einfachsten und wirkungsvollsten Sofortmassnahmen gegen Trockenstress. Dabei wird eine Schicht aus organischem Material (zum Beispiel Rasenschnitt oder Stroh) zwischen den Pflanzen auf den offenen Boden verteilt. Diese Schicht wirkt wie eine Isoliermatte, so dass sich der Boden langsamer aufheizt und die Verdunstung reduziert wird. Entsprechend muss weniger gegossen werden. Zudem profitieren auch Bodenlebewesen wie Würmer, Insekten und Mikroorganismen vom Mulchen: Sie zersetzen das organische Material effizient und wandeln es in wertvollen Humus um.

Der Feuchtigkeitstest

Nicht sicher, ob Giessen nötig ist? Ein einfacher Test hilft: Ist die Erde in fünf bis zehn Zentimetern Tiefe noch feucht, kann das Giessen meist warten.

Hacken

Wer kein Mulchmaterial zur Verfügung hat, sollte die oberste Bodenschicht nach dem Giessen regelmässig auflockern. Nach dem Giessen oder starkem Regen bilden sich winzige Röhrchen und Kanäle in der Erde, sogenannte Kapillaren. Durch diese steigt die Feuchtigkeit aus tieferen Erdschichten nach oben und verdunstet. Durch das Auflockern der obersten Schicht werden die Kapillaren unterbrochen. Nicht umsonst gilt das alte Sprichwort: «Einmal hacken spart dreimal giessen». Positiver Nebeneffekt: Unerwünschte Beikräuter werden so auch gleich mit der Wurzel ausgegraben oder verschüttet, sodass sie vertrocknen.

Richtig giessen

Die beste Tageszeit, um den Garten zu giessen, ist früh morgens zwischen fünf und neun Uhr. So haben die Pflanzen den ganzen Tag Zeit, das Wasser aufzunehmen und es wird tagsüber weniger verdunstet. Blätter trocknen zudem rasch ab, was Pilzkrankheiten vorbeugt. Bei normalem Sommerwetter reicht es, ein bis zwei Mal pro Woche gründlich zu giessen. Bei Hitzewellen ist ein Giessen oft drei Mal die Woche nötig, Kübelpflanzen brauchen dann gar täglich Wasser. Gemüse will je nach Kultur zwei bis vier Mal pro Woche bewässert werden, der Rasen einmal die Woche, dafür tiefgründig. Pro Giessgang sollte mit etwa 15 bis 29 Liter pro Quadratmeter gerechnet werden. Wer Trinkwasser sparen will, sorgt also am besten frühzeitig dafür, dass das Regenfass gut gefüllt ist.

Verträgliche Pflanzen wählen

Wer den Garten klimaresistent gestalten möchte, der kommt an der Artenfrage nicht vorbei. Einheimische Stauden, die sich für trockene und sonnige Standorte eignen, sind zum Beispiel die Gewöhnliche Schafgarbe, Wiesen-Witwenblumen, Wiesen-Flockenblumen, Dost, Natternkopf oder die Wilde Möhre. Schlehe und Wacholder gehören zu den heimischen Sträuchern, die auch mit längeren Trockenphasen gut zurechtkommen. Alternativ eignen sich ursprünglich aus dem Mittelmeerraum oder trockenen Steppenregionen stammende Pflanzen, wie Lavendel, Sonnenhut, Blauraute oder Fetthenne für einen klimaresistenten Garten. Unter den Gemüsesorten verträgt Randen und Pastinake erstaunlich viel Trockenheit. Buschbohnen kommen mit Wärme gut zurecht und Zucchini sind auch in heissen Sommern produktiv. Kürbis ist tiefwurzelnd und widerstandsfähig. Mediterranes Gemüse wie Tomate, Aubergine, Peperoni und Chili profitieren gar von warmen Sommern.

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