Unsichtbar
Gute Tarnung ist die halbe Miete
Manche Tiere verschmelzen so gut mit ihrer Umgebung, dass selbst geübte Augen sie kaum entdecken. Ihre Farbe ist kein Zufall, sondern das Resultat jahrtausendelanger Anpassung – zuweilen an einen einzigen, bestimmten Lebensraum.
Während grelle Farbtupfer meist vor Gift oder Gefahr warnen, setzen andere Tierarten auf das Gegenteil: die makellose Unsichtbarkeit. Sie passen ihre Färbung exakt an den Untergrund an, auf dem sie leben. Manche Arten werden bereits mit der passenden Farbe geboren, andere können sie im Laufe ihres Lebens oder sogar binnen weniger Augenblicke verändern. Das Ziel ist immer dasselbe: für Fressfeinde oder Beutetiere unsichtbar zu sein. Diese Form der Tarnung ist eine der wirkungsvollsten Überlebensstrategien der Natur.
Perfekt an die Umwelt angepasste Jäger setzen auf den Überraschungseffekt. Bewegt sich ein Beutetier ahnungslos in Reichweite, bleibt ihm oft keine Zeit mehr zur Flucht. Erst der allerletzte Augenblick verrät, dass aus einer vermeintlichen Blüte, einem Fleck im Sand oder einem Mooshügel plötzlich ein Räuber wird. Auf diese Weise vermeiden sie lange, energieraubende Verfolgungen.
Umgekehrt sparen sich getarnte Beutetiere verzweifelte Fluchtversuche oder Abwehrkämpfe. Nicht…
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