Fokus
Amphibienschutz: Der Laubfrosch feiert ein Comeback im Aargauer Reusstal
Fast 80 Prozent der einheimischen Amphibienarten gelten als gefährdet. Doch es gibt auch Erfolgsgeschichten. Eine davon schreibt der Europäische Laubfrosch: Einst stand er im Aargauer Reusstal kurz vor dem Aussterben, heute sieht man ihn dank jahrzehntelanger Schutzmassnahmen wieder häufiger. Im Bösimoos bei Stetten zeigt sich, wie aus einer ehemaligen Baumschule ein wertvoller Lebensraum für Amphibien entstanden ist.
Unweit von einigen Wohn- und Industriegebäuden der Aargauer Gemeinde Stetten im Reusstal befindet sich eine kleine, grüne Oase: das Bösimoos. Umgeben von intensiv genutztem Landwirtschaftsgebiet sticht es durch hoch wachsende Gräser, Büsche und insbesondere durch seine Tümpel heraus.
Ein Schild an einem Schuppen verrät, dass hier Pro Natura am Werk ist. Einige Meter neben dem Feldweg, der durch das kleine Moor führt, weiden Kühe im hohen Gras. Doch nicht sie sind hier die Hauptattraktion. «Das Bösimoos ist ein Amphibienschutzgebiet von nationaler Bedeutung», erklärt Nora Zuberbühler.
Die Umweltnaturwissenschaftlerin klettert über einen Zaun und läuft über eine Weide. Eine natürliche Senke kommt zum Vorschein. Der Boden ist feucht und uneben. Spuren lassen erkennen, dass die Kühe diesen Abschnitt ebenfalls bereits beweidet haben. Ursprünglich sei es hier noch viel nasser gewesen, erzählt Zuberbühler. «Einst war das Bösimoos ein Flachmoor.»
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Ab dem Zweiten Weltkrieg sei das…
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