Kaum jemand ist an diesem frühsommerlichen Montag auf dem Jurahöhenweg vom Weis-senstein bis nach Frinvillier unterwegs. Die Sicht reicht weit bis in die noch verschneiten Alpen. Nach Stierenberg führt der Weg in den französissprachigen Berner Jura an einer verlassenen Alphütte vorbei. Rundum Weiden, teilweise von Juramauern umgeben. Da hüpft plötzlich etwas Längliches, Braunes durch das Gras. Ein Hermelin!

Das wendige Tier bleibt immer wieder kurz stehen, hebt das Köpfchen, schaut um sich und springt in Wellenbewegungenweiter. Wie ein Delfin, der aus den Fluten schiesst. Jetzt kommt es sogar näher – und verschwindet unvermittelt in einem Steinhaufen. Auch langes Warten wird nicht mit einer zweiten Sichtung des kleinen Räubers belohnt. Die Wiese liegt ruhig da, Insekten summen, ein Hausrotschwanz ruft, der Wind säuselt leise. Ansonsten nichts. Keine Chance, das kleine Tier wieder zu sehen.

Den Überblick behalten

War es nun wirklich ein Hermelin, oder vielleicht doch eher ein…

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