Am 22. August
Neue Rekordtemperatur: Weltmeere erreichen 21,1 Grad
Die Weltmeere haben einen neuen Temperaturrekord erreicht: Am 22. August lag die globale durchschnittliche Meeresoberflächentemperatur bei 21,1 Grad. Noch nie war sie seit Beginn der Messungen im Jahr 1979 so hoch.
Am vergangenen Samstag, 22. August, erreichte die tägliche globale durchschnittliche Meeresoberflächentemperatur 21,1 Grad. Seit Beginn der Messungen im Jahr 1979 sei dieser Wert noch nie höher gewesen, teilte der Klimawandeldienst des EU-Programms Copernicus in Bonn (D) mit. Die bisherige Rekordtemperatur lag bei 21,09 Grad und wurde im März 2024 festgestellt.
«Dieser Rekord ist ein weiteres deutliches Zeichen dafür, dass der Ozean zunehmend unter Druck steht», kommentierte Samantha Burgess, die strategische Leiterin für Klima bei Copernicus. Die Folgen seien bereits sichtbar. «Die Zahl der Tage mit marinen Hitzewellen hat sich weltweit seit Anfang der 1990er-Jahre mehr als verdreifacht.»
El Niño erwärmt zusätzlich
Bemerkenswert ist laut den Klimaforschern vor allem der Zeitpunkt dieses Rekords. Die globalen Meerestemperaturen seien in der Regel im März und April nach dem südlichen Sommer am höchsten; der jüngste Rekord wurde hingegen im August erreicht.
Die Höchsttemperatur vom 22. August stehe im Einklang mit der anhaltenden langfristigen Erwärmung der Weltmeere und dem Auftreten eines El-Niño-Ereignisses im tropischen Pazifik. Dort baue sich zurzeit ein starker El Niño auf, der den Ozean noch weiter aufheize. «El Niño führt zu einer zusätzlichen Erwärmung des Systems, doch dies geschieht zusätzlich zu der jahrzehntelangen, vom Menschen verursachten Erwärmung», erläutert Burgess.
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