Grünes Gras bis zum Horizont, vereinzelte Akazien. Dumpfe,muhende Laute, ununterbrochen, Tag und Nacht. Es ist Februar im Norden Tansanias. Tausende von Serengeti-Weissbartgnus beginnen im Norden Tansanias im südlichen Teil der Serengeti ihre Wanderung unweit des mächtigen Ngorongoro-Kraters. «In den nächsten Tagen werden sie alle ihre Kälber werfen», sagt Hussein Iddi. Der Safari-Führer kurvt seit über 30 Jahren Touristen durch die Savannen seines Landes. Und tatsächlich, am anderen Morgen steht wie durch ein Wunder bei fast jeder Gnu-Kuh ein Kalb mit hellbraunem Fell auf staksigen Beinchen.

Weit über eine Million Gnus machen sich auf die grosse Wanderung. Innerhalb kurzer Zeit werden etwa 500'000 Kälber gleichzeitig geboren. Der Auslöser für die gemeinsamen Wanderungen dieser Kuhantilopen sind die Regenzeiten und die damit verbundenen Futtervorkommen. Die Tiere folgen ihrer Futterquelle, dem grünen Gras, nach und legen so von Nord nach Süd pro Jahr bis zu 3000 Kilometer zurück.

Um…

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