Hochbedrohte Art
Zoo Zürich freut sich über Gorilla-Nachwuchs
Gorillamutter Mayumi hat im Zoo Zürich ihr erstes Jungtier zur Welt gebracht. Die Geburt ist ein wichtiger Schritt für das Erhaltungszuchtprogramm und den langfristigen Schutz der Westlichen Flachlandgorillas.
Im Zoo Zürich ist am Montagvormittag kurz vor 10 Uhr ein junger Westlicher Flachlandgorilla zur Welt gekommen. Mutter ist das Gorillaweibchen Mayumi. Die Geburt verlief laut Zooangaben ohne Komplikationen. Bereits kurz nach der Geburt trank das Jungtier die erste Muttermilch. Mayumi kümmere sich «vorbildlich» um ihren Nachwuchs, heisst es weiter, und auch die übrigen Gruppenmitglieder hätten den Neuzugang gut akzeptiert. Vater des Jungtiers ist das Gorillamännchen Bwana.
Stabilisierung der Gorillagruppe
Die in den vergangenen Monaten beobachteten Paarungen sowie die nun geglückte Geburt wertet der Zoo als Zeichen dafür, dass die Gorillagruppe zunehmend zusammenwächst und gut funktioniert. Bwana habe nach anfänglichen Unsicherheiten seine Rolle als Silberrücken gefunden und führe die Gruppe inzwischen souverän.
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Zoodirektor Severin Dressen zeigt sich erfreut, bleibt aber realistisch: «Natürlich freuen wir uns über die erfolgreiche Geburt, gleichzeitig sind wir noch vorsichtig optimistisch. Die ersten Lebenswochen sind immer die heikelsten – auch wenn das Jungtier momentan einen gesunden und fitten Eindruck macht.» Die Situation in den nächsten Tagen beobachtet das Team weiterhin genau.
Beitrag zum Artenschutz
Der Nachwuchs ist ein wichtiger Baustein der Reservepopulation im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) für den Westlichen Flachlandgorilla, eine Art, die stark bedroht ist. Entsprechend dem sogenannten One Plan Approach – einem Konzept, das die Arbeit moderner Zoos mit Schutzbemühungen im natürlichen Lebensraum verknüpft – engagiert sich der Zoo Zürich auf mehreren Ebenen für den Erhalt der Art.
Der Zoo informiert auf verschiedenen Kanälen über die Bedrohungssituation der Gorillas, sensibilisiert Besucherinnen und Besucher für deren Schutz und beteiligt sich mit seiner Gorillagruppe an Forschungsprojekten, etwa zur Kognition und Verdauungsbiologie der Tiere.
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