Glückskäfer?
Marienkäfer in der Schweiz: Der Asiatische Marienkäfer setzt einheimische Arten unter Druck
Seit Jahrtausenden gilt der Marienkäfer als Glückssymbol und geschätzter Nützling. Seine Familie ist vielfältiger, als viele vermuten: In der Schweiz leben rund 80 Arten – darunter auch der invasive Asiatische Marienkäfer, welcher einheimische Verwandte zunehmend unter Druck setzt.
Marienkäfer geniessen in unserer Gesellschaft einen besonderen Stellenwert. In vielen Kulturen weltweit gelten sie als Symbol für Glück – und das bereits seit Jahrtausenden. Noch heute sehen wir sie auf Glückwunschkarten, Briefmarken oder in Kunstwerken.
Dass man insbesondere den Siebenpunkt-Marienkäfer mit Glück verbindet, wurzelt in historischen Gründen: Im Mittelalter litten die Menschen Europas an Ernteausfällen – unter anderem verursacht durch Blattläuse. In ihrer Verzweiflung sollen die Bauern die Heilige Maria um Hilfe gegen Schädlingsplagen gebeten haben. Daraufhin frass der gepunktete Käfer die Blattläuse und rettete die Ernte. Deshalb glaubten die Bauern, er sei ein Geschenk der Muttergottes.
So kam der Marienkäfer zu seinem Namen. Seine Dialekt-Bezeichnungen – «Himmugüegeli», «Herrgottschäferli» oder «Muttergotteschäferli» – erinnern an die religiöse Komponente in der Geschichte des Käfers. Auch heute noch ist er als Nützling in der Landwirtschaft äusserst beliebt.…
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