Grün, grüner, am grünsten
«Die Natur braucht Platz und Wildnis»
Jeder Quadratmeter zählt. Das sagt Eva Stengel, Buchautorin und Initiantin von #miniwildnis. Das Gebot der Stunde lautet: Dolce far niente statt Jäten, Spritzen und Harken. Ziel der Initiative ist es, die Natur schalten und walten zu lassen.
Was Natur kann, wenn wir sie machen lassen, lautet der Untertitel Ihres neuen Buches. Frau Stengel, was kann die Natur denn?
Alles. Sie kann uns vor allem bei der Lösung vieler menschengemachter Probleme helfen. Zum Beispiel beim Klimawandel und den damit einhergehenden Herausforderungen wie Wassermanagement und auch Hitzeregulation.
Was hat Sie dazu inspiriert, vor vier Jahren die Initiative #miniwildnis ins Leben zu rufen?
Ich beobachte die Natur schon lange. Was ich ebenso beobachte: Vielerorts werden Flächen intensiv bewirtschaftet – es wird nonstop geschnitten, gedüngt und getrimmt. Das hat Folgen: Auf den Wiesen wachsen heute viel weniger und ganz andere Pflanzen als noch vor 15 Jahren, viele Tiere sind ganz verschwunden. Die Natur stirbt leise, aber stetig.
Gab es eine Art Schlüsselmoment, um auf diese Erkenntnis Taten folgen zu lassen?
Effektiv. Das war, als ich mich in einem vom Biber gestalteten Lebensraum, einer sogenannten Biberwiese, umsah. Da rief mir eine…
Möchten Sie diesen Artikel lesen?
Lesedauer: 6 MinutenHaben Sie bereits ein Konto?
Hier einloggen.
Bitte loggen Sie sich ein, um die Kommentarfunktion zu nutzen.
Falls Sie noch kein Agrarmedien-Login besitzen:
Jetzt registrieren