Die Ostschweiz ist auf der Suche nach ihren Glühwürmchen. Drei Arten der Leuchtkäfer (Familie Lampyridae) sind in der Region heimisch – ihr Verbreitungsgebiet ist jedoch unklar. 

Deshalb rufen der Walter Zoo und der WWF zur Mithilfe auf, um die Forschungslücke zu schliessen. Über das Meldeformular kann die Bevölkerung alle Sichtungen melden – auch Erinnerungen an vergangene Begegnungen mit Glühwürmchen sind willkommen. 

Glühwürmchen auf Grasblatt Bedrohungen weltweit
Den Glühwürmchen gehen die Lichter aus
Samstag, 8. Februar 2020
Wer sich noch stärker für die Leuchtkäfer engagieren möchte, kann sich als Glühwürmchen-Entdecker melden – die Freiwilligen werden fachlich eingeführt und beobachten von Mai bis September 2026 ausgewählte Gebiete. Das Programm umfasst unter anderem einen Schulungsabend und eine Exkursion.

Lichtverschmutzung setzt Glühwürmchen zu

Wo sie auftauchen, sorgen sie für magische Momente. Doch es gibt immer weniger Glühwürmchen, die mit ihrem nächtlichen Schimmern verzaubern. Lichtverschmutzung und fehlende Lebensräume setzen den einheimischen Leuchtkäferarten zu. 

Sie gehören zu den sogenannten Schirmarten: Fühlen sie sich wohl, profitieren auch viele Tier- und Pflanzenarten mit ähnlichen Ansprüchen. Glühwürmchen brauchen strukturreiche, wenig belastete Landschaften und vor allem dunkle Nächte.