Interview
Zwischen Löwen und Stammesleben: Filmemacher Richard Gress über sein Leben in der Wildnis
Richard Gress ist preisgekrönter Filmemacher, Künstler und Abenteurer. Der gebürtige Bayer lebte über sechs Jahre bei der Stammesgemeinschaft der Suri in Äthiopien, lernte ihre Sprache und kam Elefanten, Löwen und anderen Tieren so nah wie kaum ein anderer. Ein Gespräch über Integration, verwirklichte Kindheitsträume und das Leben in der Wildnis.
Herr Gress, ursprünglich sind Sie gelernter Kfz-Lackierer. Hätte man Ihnen vor 30 Jahren erzählt, dass Sie Elefantenattacken überleben, Frösche lebendig verspeisen und sich bei der Stammesgemeinschaft der Suri integrieren werden – hätten Sie es geglaubt?
Schon seit ich ein kleines Kind war, interessiere ich mich für Tiere. Aber dass ich diese Dinge jemals mit eigenen Augen sehen und erleben werde, hätte ich mir damals wohl nicht vorstellen können.
Woher kam Ihr Traum, fernab von moderner Zivilisation zu leben? Und wie lange besteht er schon?
Der eigentliche Traum war mehr, Tiere zu beobachten. Den hatte ich bereits im Kindesalter. In der abgelegenen Wildnis zu leben, kam erst später. Dokumentarfilme wie «Serengeti darf nicht sterben» von Bernhard Grzimek habe ich geliebt. Daher träumte ich davon, irgendwann auch mal mit einem Geländewagen durch die Serengeti zu fahren.
In welchem Alter begannen Sie, Tiere zu zeichnen?
Ich habe immer gerne gemalt. Meine Eltern, meine drei…
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