Herr Arndt, warum eignet sich der Torres-del-Paine-Nationalpark so gut für Puma-Beobachtungen?

Weil dort unglaublich viele Guanakos leben – ihre Hauptbeute. Dadurch ist die Dichte an Pumas hoch, die Reviere sind kleiner und man hat gute Chancen, sie zu sehen. Früher waren sie sehr scheu, Aufnahmen gab es fast nur von Kamerafallen. Doch einige Tiere gewöhnten sich langsam an Menschen, und inzwischen ist es viel einfacher, sie zu beobachten. Die offene Landschaft gibt ihnen zudem Sicherheit, weil sie alles im Blick haben.

Über die Jahre haben Sie verschiedene Tiere in Patagonien fotografiert. Was hat Sie dazu gebracht, sich besonders lange mit den Pumas zu beschäftigen?

Ich wollte die Aufzucht eines Weibchens von Anfang bis Ende begleiten – rund anderthalb Jahre, bis die Jungen erwachsen sind und das Revier verlassen müssen. Eine solche Reportage gab es zuvor nicht. Am Ende konnte ich sogar zwei Weibchen, Sarmiento und Colmillo, bei ihrer Aufzucht begleiten. Diese Langzeitbeobachtung…

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