Potenziell gefährdet
Tier des Jahres 2026: Warum der Braunbrustigel unseren Schutz braucht
Seit Jahrtausenden streift der Braunbrustigel durch unsere Landschaften. Nun ist er «Tier des Jahres 2026». Selbst seine 8000 Stacheln schützen ihn nicht vor Gärten ohne Unterschlupf und versiegelten Flächen. Wie wir seinen Lebensraum sichern können.
Seit 20'000 Jahren leben Braunbrustigel (Erinaceus europaeus) auf dem Gebiet der Schweiz und in anderen europäischen Ländern. Einst waren vielfältige Landwirtschaftsgebiete ihre Heimat: Vernetzte Landschaften, Büsche, Sträucher und sprudelnde Gewässer garantierten dem prägnanten Stachelträger Rückzugs- und Überwinterungsorte sowie Nahrung.
Insbesondere Insekten stehen auf dem Speiseplan des Igels, wie verschiedene Käfer- und Raupenarten, doch er frisst auch Regenwürmer, seltener junge Mäuse und Maulwürfe und – falls er nichts Besseres findet – Schnecken.
In den letzten hundert Jahren hat sich die Heimat des Braunbrustigels jedoch radikal verändert: Die Landwirtschaft wurde intensiviert, Landschaften zersiedelt und Fliessgewässer unter den Boden versetzt. Dadurch gingen sowohl das einst reiche Nahrungsangebot an Insekten als auch das Netz an Unterschlupfmöglichkeiten nach und nach verloren.
Das hat zur Folge, dass der Braunbrustigel heute kaum mehr in landwirtschaftlich genutzten…
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