Eine Frau spricht in ihr Mobiltelefon und kreuzt einen Mann mit Regenjacke und Wanderschuhen. Über ihnen breiten sich die Äste einer Eiche aus. Als sie zu keimen begann, gab es nur sockenartige Schuhe, Botschaften über Distanzen wurden mit Höhenfeuern übermittelt. Die Menschen hier wussten nichts von der Existenz des amerikanischen Kontinents, der Buchdruck war gerade eben erfunden, die katholische Kirche war allein bestimmend.

Die Eichen von Wildenstein im Baselland haben schon viel gesehen – und werden voraussichtlich noch manches erleben. Eichen können gut 1000 Jahre alt werden. In Wildenstein keimten sie, als die Schweiz in ihrer heutigen Form noch nicht existierte. Was wird sein, wenn sie ihr Lebensende erreichen? Nur ein Hauch ist da im Vergleich ein Menschenleben.

Yannick Bucher hält sich regelmässig im Eichenhain von Wildenstein oberhalb des Baselländer Dorfs Bubendorf auf. Der Geowissenschaftler beschäftigt sich als leitender Ranger des Naturschutzdienstes Baselland intensiv…

Möchten Sie diesen Artikel lesen?

Lesedauer: 6 Minuten

Diesen Artikel für Fr. 1.50 kaufen.

Artikel kaufen

Ein Abo der TierWelt kaufen.

Zum Aboshop

Haben Sie bereits ein Konto?
Hier einloggen.