Gartengestaltung
Einheimische Alternativen zu invasiven Neophyten
Manche exotische Pflanzen sind in Gärten nicht nur verpönt, sondern deren Freisetzung gar gesetzlich untersagt. Als Alternativen gibt es einheimische Pflanzen, die nicht nur hübsch und robust, sondern auch ökologisch wertvoll sind.
Der Sommerflieder (Buddleja davidii) war lange Bestandteil eines jeden vermeintlich insektenfreundlichen Gartens. Doch der im Spätsommer blühende Busch verwildert rasch, bildet in der Natur dichte Bestände und verdrängt einheimische Pflanzen, insbesondere in empfindlichen Ökosystemen wie Auen oder auf Brachflächen.
Der Schwarze Holunder (Sambucus nigra) bietet hier eine nicht weniger attraktive Alternative. Im Frühsommer bildet er süss duftende Blütendolden, die zahlreiche Insekten anlocken, darunter Schmetterlinge, wie das Tagpfauenauge oder den Admiral. Die Raupe desHolunderspanners (Ourapteryx sambucaria) ist gar auf die Pflanze spezialisiert, und auch der Totenkopfschwärmer (Acherontia atropos) – die grösste und sicher spektakulärste Schwärmerart – nutzt den Holunder als Futterpflanze. Sobald im August die schwarzen Früchte reif sind, wird der Holunder zu einem Paradies für Vögel. 62 Vogelarten wurden als Nutzer der Beeren nachgewiesen, wobei sich auch Säugetiere wie Sieben- und…
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