Tödliches Virus
Staupe: Der leise Tod
Die hochansteckende Staupe breitet sich weiter unter Wildtieren in der Schweiz aus, während Haushunde ebenfalls gefährdet sind. Ein kürzlich erschossener Luchs im Kanton Neuenburg war erkrankt, was die alarmierenden Folgen der Krankheit verdeutlicht. Tiermediziner warnen vor Impfmüdigkeit und raten zur Auffrischung der Staupeimpfung.
Staupe ist eine hochansteckende Viruserkrankung, die vor allem bei Hundeartigen grassiert und mit dem Masernvirus verwandt ist. Während Hunde durch eine Impfung wirksam gegen die Seuche geschützt werden können,haben Wildtiere weniger Glück. So ist Staupe heute eine der wichtigsten Krankheiten bei Fuchs, Dachs, Marder, Luchs und Wolf. Doch das war nicht immer so: Bis 2009 kam die Staupe bei Schweizer Wildtieren nur selten vor. Im Frühling 2009 kam es in der Ostschweiz plötzlich zu zahlreichen Fällen bei Füchsen und Dachsen. Von dort aus verbreitete sich das Virus rasant über die ganze Schweiz.
Die ersten Symptome, welche erkrankte Tiere zeigen, sind diffus: allgemeine Schwäche, eitriger Nasen- und Augenausfluss, Husten, heftiges Erbrechen und Durchfall. Über die Luft oder Ausscheidungen wird das Virus auf andere Individuen übertragen, die den Erreger über die Nasen- oder Maulschleimhaut aufnehmen. Kommt das Immunsystem nicht rasch gegen das Virus an, entwickeln betroffene Tiere hohes…
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