Geschätzte Blutsauger
Blutegel in der Schweiz – seltene Wildtiere und gefragte Helfer in der Medizin
Sie sehen unheimlich aus, kriechen durch Pfützen und saugen Blut – und doch schätzen Menschen sie seit dem Altertum als Heilmittel gegen Schmerzen, Krampfadern und Arthrose. Heute sind Blutegel in der Schweiz selten geworden, durch Übernutzung und verschmutzte Gewässer.
Im tiefsten Dschungel nur leicht bekleidet durch ein Gewässer zu schreiten, zieht nicht selten Konsequenzen nach sich. Sinnbildlich zieht man dort Blutegel wie ein blutgefüllter Magnet an. Sie heften sich mit ihrem saugnapfähnlichen Mund an die Haut und beissen sich mit ihren scharfen Calcitzähnchen hindurch. Lediglich ein leichtes Piksen oder Kribbeln ist dabei zu verspüren. Nach ein bis zwei Stunden sind sie mit 10 bis 20 Milliliter Blut vollgesogen und fallen gesättigt von selbst wieder ab.
Auch in der Schweiz könnte ein solcher Blutraub grundsätzlich passieren, wie Andreas Sanchez von «info fauna» erklärt, doch beruhigt auch gleichzeitig das ein oder andere schwächere Gemüt: «Blutegel leben hauptsächlich in Mooren, stehenden Gewässern und ufernahen Bereichen von Seen – also an Orten, an denen Menschen in der Regel nicht baden.» Tatsächlich kommen auch in der Schweizer Natur mehrere Blutegelarten vor. Das Wissen über ihre genaue Verbreitung sei jedoch sehr lückenhaft. «Meines…
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