Knappes Rennen
Mit 53 Stimmen Vorsprung: Eisvogel zum «Vogel des Jahres 2026» gewählt
Der Eisvogel ist der «Vogel des Jahres 2026». Über 18'000 Personen haben sich an der Wahl beteiligt.
Das Rennen sei bis zur letzten Sekunde hochspannend gewesen, schreibt BirdLife Schweiz. Doch schlussendlich setzte sich der Eisvogel gegen die zweitplatzierte Wasseramsel durch. Nur 53 Stimmen machten den Unterschied. Es folgen die Gebirgsstelze (16,37 Prozent), der Flussregenpfeifer (12,57 Prozent) und die Uferschwalbe (10,40 Prozent).
Mit seinem leuchtenden Gefieder und seiner furchtlosen Jagdtechnik gilt der Eisvogel laut BirdLife Schweiz als einer der schönsten und beliebtesten Vögel der Schweiz. Er gilt als Symbol für saubere, dynamische Gewässerlandschaften. Das ganze Jahr über ist er an ruhigen Bächen, Flüssen, Altarmen und Seen zu finden – vorausgesetzt, es gibt klare Sicht ins Wasser, genug Kleinfische und natürliche Sitzwarten wie Äste oder Steine. Besonders heikel ist die Brutzeit: Dann braucht das farbenprächtige Paar eine ungestörte Steilwand aus Lehm oder Sand, in die es seine Bruthöhle gräbt.
Doch solche natürlichen Uferabbrüche sind selten geworden. Früher entstanden sie regelmässig durch Uferabbrüche, die durch natürliche Gewässerdynamiken und Hochwasser ausgelöst wurden. Heute sind viele Flüsse systematisch verbaut und betoniert.
Das grösste Problem des Eisvogels ist der Mangel an geeigneten Lebensräumen. Daher ist er selten geworden. Aufgrund seines kleinen Bestands steht er auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Arten. Sein Bestand liegt gemäss BirdLife Schweiz aktuell bei 400 bis 500 Brutpaaren.
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