Bevor man sich für das neue Familienmitglied entscheidet, gibt es vieles zu bedenken. Angefangen bei der Zeit, die man in den neuen Gefährten investieren muss, bis hin zu den Kosten, wie zum Beispiel das passende Futter, Tierarztbesuche, eine Haustierversicherung und jegliches Zubehör. Doch eine der wichtigsten Überlegungen sollte sein, woher man den Welpen bekommt. Es gibt die verschiedensten Möglichkeiten. Sicherlich die beste Wahl ist es, einen Hund aus einem örtlichen Tierheim zu adoptieren. Denn dort warten die unterschiedlichsten Tiere auf die Chance, ein schönes, neues Zuhause zu finden.
Yasmine Wenk, Kampagnen-Koordinatorin Haustiere bei VIER PFOTEN Schweiz warnt: «Wenn Sie sich für einen Welpen interessieren, dann kaufen Sie bitte niemals unüberlegt. Ein Hund bedeutet viel Verantwortung und gerade bei Spontankäufen online, kann es passieren, dass man auf auf einen illegalen Welpenhändler hereinfällt.»

Online-Welpenkauf birgt Gefahren
Einen Welpen online zu kaufen, geht vermeintlich einfach und schnell. Auch ist dies gerade in der Weihnachtszeit zusätzlich verlockend. Hinter der schönen Anzeigen-Fassade dieser Anbieter verbirgt sich aber viel zu oft eine tierquälerische Praxis: Die Hunde werden in grausamen «Hundefabriken», meist in Osteuropa, wie am Fliessband produziert. Die Welpen verbringen häufig ihre ersten Lebenswochen in winzigen und schmutzigen Verschlägen. Viel zu früh von ihren Müttern getrennt, werden sie vielfach über Kleinanzeigen-Plattformen oder in sozialen Medien verkauft und in die Hunderte Kilometer entfernte Schweiz geliefert. Einen Tierarzt sehen sie nie.
Wenn sie dann in den Armen der neuen Besitzerinnen und Besitzer sind, können sie bereits krank sein oder aufgrund mangelnder Sozialisierung Verhaltensstörungen entwickeln.
Das grosse Leid, das mit dem illegalen Welpenhandel einhergeht, trifft also nicht nur die Tiere, sondern auch die Käufer schwer, denn man sieht den Tieren ihr Schicksal nicht wirklich an.
Mit der Kampagne «SÜSS. SCHNELL. KRANK.» will VIER PFOTEN auf die Risiken des Onlinekaufs von Welpen aufmerksam machen und möglichen Käuferinnen und Käufern helfen, die richtigen Fragen zu stellen.
Unter: www.vier-pfoten.ch/checkliste gibt VIER PFOTEN Tipps, worauf man bei der Anschaffung eines Hundes achten sollte.
Die Alarmglocken sollten immer läuten, wenn…
- die Übergabe auf einem Parkplatz oder bei Ihnen zu Hause stattfinden soll
- Sie die Welpen und vor allem das Muttertier vorab nicht besichtigen können
- der Welpe nicht gechippt und registriert ist
- der Verkäufer kein Interesse an Ihnen und Ihren Lebensverhältnissen zeigt
- der Hund «zu» günstig angeboten wird
- kein Kaufvertrag abgeschlossen wird
- nur wenige Informationen und Bilder zum Welpen selbst, dem Mutter- und Vatertier und der Zuchtstätte zur Verfügung stehen
- das Inserat in fehlerhafter Sprache geschrieben ist
- der gleiche Verkäufer verschiedene Rassen anbietet oder die Anzeigen das ganze Jahr online geschaltet werden
Generell gilt: Umfangreiche Nachforschungen anzustellen und die korrekten Unterlagen zu besorgen, kann potenziellen neuen Hundehaltern helfen, die Risiken des illegalen Welpenhandels abzuwenden.


