Von einem Laubhaufen im Garten profitieren nebst dem Igel, der darin gerne überwintert, zahlreiche andere Tiere. Erdkröten und andere Amphibien halten darin Winterruhe; Käfer, Asseln, Würmer, Larven und Raupen finden einen Unterschlupf vor der Kälte und auch Nützlinge wie Marienkäfer und Florfliegen nutzen die Verstecke.
Als Standort eignet sich eine ruhige, wenig begangene Gartenecke, beispielsweise unter oder neben einer Hecke oder einem Strauch. Für Igel ist ein möglichst trockener, regengeschützter Platz besonders günstig. Ein natürlicher Untergrund aus Erde ist sinnvoll.
Tierfreundlichen Laubhaufen anlegen
1.) Zuerst einige grobe Äste locker aufschichten. Dadurch entstehen für Tiere besonders interessante Hohlräume. Idealerweise sollte der Laubhaufen mindestens einen Meter breit und einen halben Meter hoch werden.
2.) Kleinere Zweige und Reisig über die Äste legen.
3.) Anschliessend reichlich trockenes Herbstlaub darauf aufhäufen. Das Laub dafür zusammenrechen, statt einen Laubbläser zu verwenden, da dieser Kleintiere wegbläst.
4.) Ganz oben können nochmals einige Äste liegen, damit der Wind das Laub nicht gleich verteilt. Der Laubhaufen muss keineswegs perfekt aussehen. Ein lockerer, etwas unordentlicher Haufen mit unterschiedlichen Hohlräumen ist ökologisch gerade interessant.
Wichtig ist danach vor allem: Den Laubhafen über den Winter in Ruhe lassen! Pro Igel Schweiz empfiehlt auch im Frühjahr, das Aufräumen möglichst lange hinauszuschieben, weil Igel und zahlreiche Kleintiere das Laub weiterhin nutzen.