Österreich
Pferdeeisenbahn Budweis–Linz–Gmunden: Als Pferde noch Züge zogen
Bevor moderne Züge durch Europa rollten, zogen Pferde die Wagen auf Schienen. Die Pferdeeisenbahn Budweis–Linz–Gmunden war einer dieser frühen Vorläufer des Eisenbahnzeitalters. An die damals revolutionäre Transportmöglichkeit erinnert heute ein Museum in Oberösterreich.
Dank der reichen Vorkommen im Salzkammergut zählte das österreichische Kaiserreich einst zu den wichtigsten Salzproduzenten des Kontinents. Im 19. Jahrhundert erkannte der Staat – also die Habsburgermonarchie – den hohen Wert dieses Rohstoffs und kontrollierte den Salzabbau sowie den Handel weitgehend selbst.
Vom Salzkammergut aus wurde das abgebaute Salz über die Landesgrenzen hinaus transportiert. Dies geschah vorwiegend auf dem Wasserweg oder dort, wo dieser nicht vorhanden war, mit Fuhrwerken. Die Wagen fuhren jedoch auf oft schlechten und wetterabhängigen Strassen, was den Transport langsam und teuer machte.
Der Bedarf nach einer effizienteren Verbindung zwischen Böhmen und dem Donauraum führte schliesslich zum Bau einer der ersten öffentlichen Eisenbahnen des europäischen Kontinents: der Pferdeeisenbahn zwischen Budweis im heutigen Tschechien, über Linz bis nach Gmunden im Salzkammergut. Sie wurde 1832 eröffnet. Für die Pferdeeisenbahn wurden besonders leichte Güterwagen mit…
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