Fokus
Die Renaissance des Barockpferdes
Als Pferde zur Repräsentation und Machtdemonstration – dafür wurden Barockpferde ursprünglich von den Habsburgern gezüchtet. Der moderne Sport fordert mittlerweile grössere Tiere mit ausgeprägten Gängen. Können Barockpferde auch im 21. Jahrhundert bestehen?
Schon auf den ersten Blick wirkt Alma kraftvoll und elegant zugleich. Ihr Hals ist muskulös und rund geschwungen, die Mähne trägt sie kurz, nur der Schopf fällt ihr ins Gesicht. Darunter blitzen grosse, dunkle Augen hervor, neugierig und aufmerksam, die Ohren keck aufgestellt. Die PRE-Stute blickt ihren Besitzer Corrado Goggia an und schnüffelt an seiner Hand. Alma ist eine eindrückliche Erscheinung. «Ihre Halbschwester ist noch grösser. Sie steht in Spanien und bestreitet dort Morphologieprüfungen», kommentiert der 59-jährige Corrado Goggia. Mit seiner Frau Andrea Domig züchtet er Pura Raza Españolas, kurz PRE, in der Schweiz.
Auch Almas Rücken ist muskulös, ihr Körperbau quadratisch, die Hinterhand stark ausgeprägt – typische Merkmale eines Barockpferdes. «Barockpferde sind kompakt gebaut und eignen sich für die klassische Reitweise», erklärt die 57-jährige Andrea Domig. Als Barockpferde werden heute eher kleinere, runde und kompakte Pferde bezeichnet, die oft eine natürlich…
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