Ob Jogger, Velofahrer, Autos oder sogar Stadtbusse – was auch immer an Joy und Beno vorbeizischt, die beiden Freibergerpferde scheint es kaum zu kümmern. Munter ziehen sie ihren Karren durch die Stadt Luzern und folgen den Anweisungen von Marco Käslin aufs Wort. Bei jedem Häuserblock, an dem Grüngut bereitsteht, ruft der Fuhrmann ein klares «Hoo». Sobald das Gespann stoppt, springen die Einsatzkräfte vom Wagen und machen sich daran, die Container zu leeren. 

Währenddessen beobachtet Käslin die Pferde und die Umgebung aufmerksam. Obwohl die Tiere einiges gewohnt sind, könnte etwas Unerwartetes ihren Fluchtinstinkt aktivieren. Etwa, wenn jemand seine leeren Glasflaschen just in diesem Moment entsorgen würde. «Auch Baustellen finden die Pferde nicht so toll», so Käslin. Wenn er etwas sieht, was laute, unangenehme Geräusche macht, schickt er jemanden vom Team voraus, um die Leute aufzuklären und um eine kurze Pause zu bitten. 

«Die meisten haben Verständnis», betont Käslin. Mehr noch: Er…

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