Hier ist die Sitzfläche zu wenig breit. Die meisten Frauen sitzen mit ihren Sitzbeinhöckern auf den Nähten», erklärt der Sattelergonome Lothar Vennes aus dem aargauischen Mühlethal der Gruppe Reiterinnen und Reiter, die mit grossen Augen dastehen. Seine Hand fährt der Naht der Sitzfläche entlang. «Der Pferdesport war lange männlich geprägt und die meisten Sättel sind noch heute für die männliche Physe gemacht», führt er aus. Frauen hätten aber oft breitere Hüften und die Oberschenkelmuskeln seien anders verteilt.

Der Sattelergonome erklärt: «Die Sitzbeinhöcker liegen weiter auseinander, das Steissbein ist kürzer und das Schambein flacher als beim Mann.» Deshalb bräuchten Frauen mehr Platz im Sattel, sonst könnten sie ihren Sitz gar nicht entspannen. Der Sattler vertreibt Sättel der Marke Schleese, die seit den 90er Jahren explizit Sättel für Frauen produziert. Rund um Vennes und das Jungpferd vor ihm, stehen acht Frauen und ein Mann – fast repräsentativ für den Freizeitsport. 80…

Möchten Sie diesen Artikel lesen?

Lesedauer: 6 Minuten

Diesen Artikel für Fr. 1.50 kaufen.

Artikel kaufen

Ein Abo der TierWelt kaufen.

Zum Aboshop

Haben Sie bereits ein Konto?
Hier einloggen.