Hafermotor
Zurück zu den Pferdestärken
Der 65-jährige Ernst Rytz verrichtet bodenschonende und CO2-sparende Forst- und Feldarbeit. Sein Partner ist aber kein Dieselmonster, sondern ein Hafermotor.
Nirwana rundet den Hals und blickt zu Boden. Ihre Hinterbeine rutschen ganz langsam den steilen, matschigen Hang hinunter. Hinter ihr knackt es. Ernst Rytz umschlingt einen Holzstamm mit einer Kette und befestigt ihn an der Waage. So heisst die Stange, welche Nirwana hinter sich über den Boden schleift. Die zehnjährige Stute schnaubt. Sie ist konzentriert bei der Sache. Der 65-Jährige steht links neben ihr und nimmt die Leitseile auf. Die Stute marschiert los. Ernst Rytz ist gelernter Werkzeugmacher und Landwirt in Pension. Wenn er arbeitet, dann mit seinen Pferden. Von einer baselländischen Gemeinde hat er einen Auftrag für Waldarbeit, die er nicht mit der Maschine, sondern mit seinem Hafermotor erledigt.
Das Waldstück liegt am Nordwesthang, ist steil und matschig. «Ein Forwarder würde den Boden kaputtmachen und ein riesiges Desaster hinterlassen», sagt der Landwirt. Seine Freibergerstute ist mit ihren rund 500 Kilogramm nicht nur leichter, sondern verteilt den Druck auf den Boden…
Möchten Sie diesen Artikel lesen?
Lesedauer: 6 MinutenHaben Sie bereits ein Konto?
Hier einloggen.
Bitte loggen Sie sich ein, um die Kommentarfunktion zu nutzen.
Falls Sie noch kein Agrarmedien-Login besitzen:
Jetzt registrieren