Rückblick
Ramiswil: Ein Tierschutzfall, der Folgen haben muss
Über 100 Hunde mussten eingeschläfert, Dutzende Pferde beschlagnahmt werden: Der Fall Ramiswil entsetzte im vergangenen November die Schweiz. Für den Schweizer Tierschutz STS zeigt er vor allem eines: Im System fehlen Ressourcen und Koordination.
Was die Behörden auf einem Hof in Ramiswil (SO) vorfanden, erschütterte bis über die Landesgrenzen hinaus: 122 Hunde, 42 Pferde, zwei Ziegen und weitere Tiere – alle in einem derart desolaten und verwahrlosten Zustand, dass sie vom kantonalen Veterinäramt in Begleitung der Kantonspolizei beschlagnahmt wurden.
Der Zustand der Hunde war gar so prekär, dass die Behörden keinen anderen Weg sahen, als die meisten der Vierbeiner einzuschläfern. Dieses umstrittene Vorgehen begründete Kantonstierärztin Chantal Ritter gegenüber der «Solothurner Zeitung» wie folgt: «Sie waren krank und fehlernährt. So, dass es nicht mehr möglich war, dass wir ihnen eine geeignete Pflege zukommen lassen konnten, sodass alle wieder gesund geworden wären.»
Besser ging es für die Pferde aus: 32 der beschlagnahmten Tiere versteigerte die Armee Ende November in der Kaserne Sand bei Schönbühl (BE).
Mit dem Bekanntwerden der Tragödie stellte sich automatisch die Frage nach der Schuld. Denn M.B., die Ramiswiler…
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