Herr Leiber, nicht selten wird mit dem Finger auf die Rinderhaltung gezeigt, wenn es sich um Emissionen dreht, die den Klimawandel beschleunigen. Hängt es wirklich mit dem «Pupsen» der Kuh zusammen?

Dr. Florian Leiber: Es hängt mit dem Methan zusammen, das aber nicht beim «Pupsen» austritt, sondern aus dem Maul der Kuh entweicht. Während wir Menschen kein Gras verdauen können, können Kühe mithilfe von Mikroorganismen, die in ihrem grossen Vormagen leben, die Fasern spalten. Dadurch werden der Kuh die Nährstoffe aus dem Gras zugänglich, doch entsteht dabei auch das Methan.

Und was hat Methan mit dem Klimawandel zu tun?

Methan hat grosse Auswirkungen auf das Klima. Da es in der Atmosphäre Wärme zurück auf die Erde reflektiert, entsteht ein Erwärmungseffekt. Und dieser Effekt ist wesentlich grösser als bei CO2 – pro Molekül und Masse hat es etwa die 30-fache Wirkung von CO2. Allerdings zerfällt das Methan mit einer Halbwertszeit von zwölf Jahren in der Atmosphäre wieder recht schnell.…

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