Ein Stückchen Freiheit
Die faszinierende Geschichte um die Wildpferde des Monte Bisbino
Für Phänomene wie die Wildpferde des Monte Bisbino bleibt in unserer Gesellschaft kaum noch Platz. Umso bemerkenswerter ist die grenzüberschreitende Zivilcourage, die ihre Freiheit sicherte.
Nur ein paar wenige Kilometer vom Comersee entfernt, auf dem italienischen Monte Bisbino, hielt ein Älpler einst eine beachtliche Herde Haflinger. Als der Halter im Jahr 2003 verstarb, blieben seine Pferde allein zurück. Doch sie schlugen sich durch, überlebten Winter für Winter und pflanzten sich weiter fort. Bis der Schnee eines Tages die Weide am Berg mehr als einen Meter tief unter sich vergrub.
Auf der verzweifelten Suche nach Futter stiegen die Pferde hinunter ins Tal – einige gingen ins nahegelegene Schweizer Dorf Sagno, die anderen nach Rovenna in Italien. Dort stiessen sie jedoch auf wenig Begeisterung der örtlichen Weidebesitzer. Manche versuchten, die Pferde zu vertreiben. Viele Beschwerden gingen bei den Behörden ein. Bevor aber die Tiere beschlagnahmt werden konnten, formierte sich Widerstand in der Bevölkerung. Zahlreiche Menschen aus beiden Ländern organisierten sich und setzten sich für die Rettung der Herde ein. Gemeinsam fanden sie eine Lösung, wie die Pferde…
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