Die Spur stammt von letzter Nacht», sagt Mesada Ntumba Mutango und deutet mit dem Finger auf den Prankenabdruck im Sand. Deutlich zeichnet sich die Fährte eines Leoparden ab. «Er muss hier im Mondlicht unterwegs gewesen sein.» Es ist ein stiller Morgen. Die Savanne schweigt. Lautlos geht der kleine Mann über eine kleine Lichtung im Buschland und blickt in Richtung der Stelle, wo sich die Spur im Dickicht verliert. In der letzten Nacht, fast zeitgleich mit dem Leoparden, so deutet es der Fährtenleser, waren hier Zebras, Elenantilopen und Schakale unterwegs. Der sandige Boden unweit einer Schwemmebene hat ihre Spuren allesamt aufgezeichnet. Mesada weiss nicht nur, welche Tiere sie hinterlassen haben. Er kann auch sagen, ob sie um Mitternacht oder erst vor Kurzem hier unterwegs waren.

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Mesada gehört der indigenen Minderheit der San an, die in Angola wohl weniger als 10'000 der annähernd 40 Millionen Bewohner des südwestafrikanischen Landes ausmachen. Sie sind eines der ältesten…

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