Muriel Ledermann steht auf einer Anhöhe und blickt nach unten. Dort stehen in einigen Metern Entfernung auf dem Feldweg ihre acht Ziegen am Wegrand und grasen friedlich – obwohl eigentlich Bewegung auf dem Programm steht. Ledermann pfeift nach ihren Tieren, was nicht den erwünschten Nutzen bringt. Erst ihr Ruf «Tabo, komm her!» treibt die Runde an. Tabo, ein fünfjähriger Burenziegenbock und Chef der Herde, kehrt dem Gras den Rücken zu und trabt den Feldweg hoch.

Sieben Ziegen unterschiedlicher Grösse, Farbeinschläge und Rassen folgen ihm. Die Tiere unterbrechen ihren Trab immer mal wieder, um sich links und rechts einen Bissen Gras zu gönnen. Schliesslich ist es die einjährige Zwergziegendame Mira, die ihre Halterin als erstes erreicht. Ledermann streichelt sie. «So, kommt – jetzt gehen wir spazieren!»

Ein Spaziergang mit ihren Ziegen ist für die 16-jährige Bernerin schon lange nichts Ungewöhnliches mehr. Bereits seit sieben Jahren spielen die Tiere eine wichtige Rolle im Leben der…

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