Population wächst
Der Bestand der Schweizer Luchse wächst langsam aber stetig weiter. Im Alpenraum geht es den Raubkatzen bedeutend besser als im Jura.
Nolana
Natürliche und vielseitig einsetzbare Rohstoffe wie Schafwolle gewinnen an Bedeutung. Dennoch bleibt das Scheren für viele Schafhalter ein Verlustgeschäft. Rassen ohne Wolle wie das Nolana-Schaf sind vor allem für Umsteiger-Betriebe eine interessante Alternative.
Ungewisse Zukunft
Die Schafscheid in Riffenmatt hat Kultstatus: Seit über 350 Jahren werden Schafe nach der Sömmerung auf der Alp anfangs September im Dorf durch einen Markt getrieben und ihren Besitzern übergeben. Mit dem «Wolfknick» hat die Anzahl der Tiere jedoch in den letzten Jahren kontinuierlich abgenommen. Ob an der nächsten Schafscheid überhaupt noch Schafe zu sehen sind, ist wenige Wochen vor dem diesjährigen Anlass ungewiss.
Biolandbau Guggenbüel
Wolfsdruck, Seuchen, strengere Auflagen – angesichts des zunehmenden Aufwands kehren viele der Schafhaltung den Rücken zu. Für Bruno Zähner jedoch kommt das nicht infrage. Der Schäfer sieht auch positive Entwicklungen in der Branche.
Oberscherli (BE)
Dank einer aufgeweckten Ziegenherde, hofeigener Käserei und Gastronomie hat sich der Ziegenhof Brönnimann zu einem beliebten Ausflugsziel für die nahe Stadtbevölkerung gemausert. Besonders macht ihn jedoch vor allem der Umgang mit dem meckernden Nachwuchs.
Zeckenkrankheiten
Zecken sind Träger von Bakterien und Viren, die schwere Krankheiten wie Borreliose oder Coxiellose übertragen können. Für den Menschen sind diese gefährlich – doch wie sieht es bei Rindern, Schafen und Ziegen aus?
Nutzrassen
Während vor Hunderten von Jahren auf Höfen in den einzelnen Landesteilen viele verschiedene Tierrassen gehalten und gezüchtet wurden, beschränkt sich die intensive Landwirtschaft heute auf wenige Nutzrassen. Grundsätzlich halten weniger Betriebe weitaus mehr Tiere. Ein Überblick.
Streifzug durch die ländliche Schweiz
Bauernhöfe prägen die Landschaft. Auf der kleinen Fläche der Schweiz bildeten sich unterschiedliche Baustile heraus, je nach Art der Landwirtschaft oder nach der Topografie des Geländes. Welche Geschichten verbergen sich hinter den Höfen? Ein Rundgang durch die bäuerliche Landschaft der ganzen Schweiz, vom behäbigen Bauernhof bis zu Taunerhäusern.
Weihnachten
Tiere sind aus dem Leben von Menschen nicht wegzudenken. Auch in der biblischen Geschichte sind sie sehr präsent. Das fällt gerade an Weihnachten besonders auf, denn zur Krippe gehören Ochse und Esel. Eine Spurensuche nach Tieren in der Weihnachtsgeschichte.
Seltene Nutztiere
Wenn der Begriff «Biodiversität» fällt, ist meist von bedrohten Wildtierarten und Insektensterben die Rede. Doch auch alte Nutztierrassen brauchen Unterstützung, um nicht in Vergessenheit zu geraten. Zu Besuch auf einem Bauernhof, der die Vielfalt regelrecht zelebriert.
Halsbänder
Wie kann man verhindern, dass Wölfe Nutztiere reissen? Der Biologe Federico Tettamanti probiert etwas ganz Neues aus: Er versieht Schafe mit Halsbändern, die sie nach Wolf riechen lässt.
Das Käserad neu erfunden
Ein Schweizer tüftelte in Berlin fünf Jahre lang daran, einen veganen Käse herzustellen. Seit einigen Tagen sind nun die ersten Käsesorten von Formo auf dem deutschen Markt. Ob diese die Welt verändern werden, muss sich erst noch zeigen.
Interview
Martin von Wyl ist Geschäftsführer des Vereins Herdenschutzhunde Schweiz. Als Kopf des einzigen vom Bund anerkannten Zuchtvereins von Herdenschutzhunden kennt der Wildhüter sich bestens mit den Vierbeinern aus und weiss, worauf es bei der wichtigen Aufgabe der Tiere ankommt.
Ausbildungen im landwirtschaftlichen Bereich
Das Inforama ist das Kompetenzzentrum für Aus- und Weiterbildungen im landwirtschaftlichen Bereich. Tobias Furrer gibt als Leiter des Fachbereichs Höhere Berufsbildung Einblick in die Beliebtheit, die Herausforderungen und die zukünftigen Entwicklungen dieses Berufsfeldes.
Schwierigkeit ausserfamilliäre Hofübernahme
Für eine Landwirtin oder einen Landwirt scheint es nahezu unmöglich, einen eigenen Hof zu finden, wenn dieser nicht schon in Familienhand ist. Drei junge Paare erzählen von ihrer Suche nach einem eigenen Betrieb. Und Fachpersonen verraten, warum dieses Vorhaben so schwierig, die landwirtschaftliche Ausbildung dennoch so populär ist.
Flauschig, zäh und very trendy
Walliser Schwarznasenschafe sind perfekt an ihre Umgebung angepasst – steile Hänge und karge Weiden sind sie gewöhnt. Grosses Plus: Sie sehen auch noch niedlich aus. Dieser Meinung ist nicht nur die Schafzüchterin Fabienne Truffer.
Kulturhof Hinter Musegg
Mitten in der Stadt Luzern blieb ein landwirtschaftlicher Betrieb bestehen. Allerdings einer mit einem speziellen Konzept. Denn hier tummeln sich Künstler, Köche und Kinder zwischen kecken Rindern und Schweinchen.
BURENZIEGEN ALS HAUSTIERE
Verfügt ein Naturfreund über genügend Platz, bekommt er mit Burenziegen sehr robuste und genügsame, aber auch absolut freundliche, menschenbezogene Haustiere. Damit sich die Tiere auch richtig wohlfühlen, sollte einiges für die Haltung beachtet werden.
Bildstrecke mit Franca Pedrazzetti
Einfühlsame Dokumentationen von Menschen und Orten, darin liegt die Stärke der Fotografin Franca Pedrazzetti. Dazu nimmt die Luzernerin in gemeinsamen Projekten mit ihrem Partner Beat Brechbühl auch Tiere vor die Linse. Sie begleitet Bauern auf ihre letzte Viehschau, kraxelt Gämsen nach und hält Schafe davon ab, durch die Hintertür zu verschwinden.
Erdbebenvorhersage
Naht eine Katastrophe, wenn sich Tiere scharenweise unruhig verhalten? Eine Studie des Max-Planck-Institutes für Verhaltensbiologie konnte Aufschluss geben. Nun steht die Ausweitung der Messungen an, dank einer Kooperation mit einem GPS-Tracker-Hersteller.
Seltene Schweizer Nutztiere
Ihr Fell und ihr schlanker Körperbau sind typisch für die Capra Sempione. Die Ziege gehört zu den vier Walliser Ziegen.
Die Stiftung ProSpecieRara verschrieb sich der Rettung alter Arten – so auch der Kupferhalsziege. Mit nur 28 Tieren startete das Zuchtprogramm 2006.
Ungeschoren davongekommen
Lamm- und Schaffelle sorgen für Gemütlichkeit. Wäre da nicht das Problem, dass die Tiere dafür ihr Leben lassen mussten. Ein altes Kunsthandwerk macht es möglich, Schaffelle ohne schlechtes Gewissen zu erwerben.
Landschaftspflege
Das Unternehmen Naturpflege GmbH bietet eine besonders ökologische Version der Landschaftspflege an. Es vermietet Schafe, Ziegen oder Alpakas, damit diese Bahndämme, Firmengrundstücke oder Naturschutzflächen gezieltbeweiden.
Haltung von Milchziegen
Anfang der 2000er-Jahre erlebte die Ziegenmilchproduktion in der Schweiz einen Boom. Seit einiger Zeit stagniert sie und mehrere Produzenten haben die Ziegenhaltung wieder aufgegeben. Michel und Eveline Brünisholz sind aber nach wie vor begeistert von ihren 200 vorwitzigen Geissen.
KAGfreiland kurz erklärt
KAGfreiland ist ein Label, dass sich für das Wohl von Nutztieren einsetzt. Wie und seit wann die gemeinnützige Organisation dies tut, erklärt die Medienverantwortliche Simone Steiner.
Seltene Schweizer Nutztierrassen
Das Spiegelschaf ist eine robuste, alte Landrasse und stammt ursprünglich von Bündner Schafrassen ab.
Schafzucht in der Schweiz
Die Schafzucht und -haltung hat in der Schweiz eine jahrtausendelange Tradition. Der heutige Gesamtbestand von 420 000 Schafen ist im Vergleich zu den 1,5 Millionen Rindern klein. Es gibt aber innovative Betriebe, welche auf das Schaf – insbesondere auf rare Robust-Rassen – setzen.
Hohe Fruchtbarkeit zeichnet die Rasse der Engadinerschafe aus. Zudem überzeugen die Tiere mit guter Widerstandskraft und ihrem zutraulichen Wesen.
Die schönsten Alpabzüge
Momentan geniessen wir die warmen Tage. Wenn sich der Sommer dann zu Ende neigt, ist es für das Vieh und die Alphirten Zeit, zurück ins Tal zu kommen. Die Ankunft der herausgeputzten Tiere und Menschen wird vielerorts gefeiert – wir haben einige sehenswerte Alpabzüge herausgepickt.
Waldweiden
Noch bis ins späte 20. Jahrhundert wurden Wälder mit Nutztieren wie Rindern und Ziegen beweidet. Was früher gang und gäbe war, wird jetzt wieder modern, allerdings steht heute der Naturschutzgedanke im Vordergrund.
Klein und robust sind die Skuddenschafe. Die sehr alte Schafrasse hat über die Jahre nie an ihrer Widerstandskraft verloren.
Mit ihrem grauen Fell fällt die Capra Grigia sofort auf, die Körperfärbung wird mit der Farbe von gebrochenem Calanca-Granit verglichen. Die Tiere bewegen sich auch im unwegsamen Gelände sicher.
Unverkennbar und rar
Es sind vor allem ihre langen Hörner, die auffallen. Hans-Peter Weber ist aber auch vom Charakter und der Robustheit der Zackelschafe begeistert. Deshalb möchte er die ungarische Schafrasse bekannter machen.
Kunst fürs Tierwohl
Hartmut Kiewert vertritt eine dezidierte Meinung zum Umgang mit Nutztieren. Diese bringt er in Gemälden zum Ausdruck, in denen die Tiere aus ihrer gewohnten Umgebung ausbrechen. Dass diese Bilder mehr als utopischer Kitsch sind, zeigt sich im Gespräch mit dem Künstler.
Dagegen ist ein Kraut gewachsen
Pflanzliche Heilmittel wurden schon vor Jahrtausenden eingesetzt. Wir zeigen auf, was für gute Dienste Arzneipflanzen auch heute für die Nutztiergesundheit leisten.
Dank ihren vielfältigen Qualitäten wurden vermehrt wieder Schafhalter auf das Walliser Landschaf aufmerksam, nachdem es Mitte der 1980-er Jahre beinahe verschwunden wäre.
Dank ihrem langen Haarkleid sind die Walliser Schwarzhalsziegen schön anzusehen. Dies bringt aber auch Herausforderungen mit sich, denn die Unterwolle will gut gepflegt sein.
Passend zum Leben in den Bergen ist die Bündner Strahlenziege robust und gut ausgerüstet für lange Märsche und Kletterabschnitte.
Border-Leicester-Schafe
Mit ihren aufgerichteten langen Ohren wirken die Border-Leicester-Schafe wie eine Mischung aus Osterhase und Osterlamm. Die auffällige Rasse ist ein typisches Zweinutzungsschaf.
Walliser Name und Walliser Heimat: Die Grüenochte Geiss ist eine Walliserziege durch und durch.
Einblick in die solidarische Landwirtschaft
Viele haben den Begriff Solawi im Zusammenhang mit Landwirtschaft schon mal aufgeschnappt. Tex Tschurtschenthaler von der Schweizer Solawi Kooperationsstelle gibt Auskunft, was genau unter dem Konzept zu verstehen ist.
Seltene Schweizer Tierrassen
Verankert in ihrer Herkunftsregion und schweizweit bekannt: Die Appenzellerziege ist ein Paradebeispiel für eine einheimische Tierrasse.
Auch ausserhalb der Heide heimisch
In den mit lila Heidekraut überwachsenen Weiten Norddeutschlands sind sie ein gewohnter Anblick. Auch bei uns leisten Heidschnucken gute Dienste. Die gehörnten Schafe mit dem langen Vlies finden deshalb immer mehr Anhänger.