Finken in voller Pracht

Lauchgrüne Papageiamadine
Bunte Vögel
In Ependes waren verschiedene Prachtfinkenarten an einer Ausstellung zu sehen. Ein Überblick über die kleinen, farbigen Juwelen der Vogelhaltung.

Seit 1960 werden keine Prachtfinken mehr aus Australien ausgeführt. Auch die Arten ozeanischer Inseln werden seit Jahrzehnten nicht mehr exportiert. Seither vermehren Liebhaber hierzulande zahlreiche Arten erfolgreich.

Auch der 17-jährige Robin Costa aus dem waadtländischen Yverdon ist der Schönheit dieser Vögel verfallen. In Ependes VD konnte man sich an der Ausstellung des Vogelliebhabervereins Pinson du Nord von der filigranen Farbenpracht einer Vielzahl von Arten überzeugen. Sie wurden in bepflanzten und natürlich eingerichteten Käfigen präsentiert. Die Prachtfinkenzucht ist anspruchsvoll, schon wegen des geringen Alters von etwa fünf Jahren, das diese Kleinvögel erreichen.

Prachtfink

Wie die Gould- stammt auch die Spitzschwanzamadine aus trockenen Gebieten des nördlichen Australiens, wo Eukalyptusbäume und Büsche gedeihen. Um 1897 tauchte die Art erstmals in Deutschland auf. Wenn sich die Partner mögen, stellen sich bald Zuchterfolge ein. Das Nest wird in Körbchen oder halb offenen Kästen gebaut, während die Gouldamadine Nistkästen bevorzugt.

Lauchgrüne Papageiamadine

Auch die Maskenamadine lebt in Savannen und Steppen des nördlichen Australiens. Sie nistet in Büschen oder im Grasdickicht. Trockene Bedingungen hat es im Winter auch in unseren Wohnzimmern. Darum können diese kleinen Vögel ideal im Wohnbereich in Zimmervolieren gehalten werden. Die Maskenamadine wurden gegen Ende des 19. Jahrhunderts in Europa eingeführt.

Prachtfink

Die Domizile der Forbes-Papageiamadine sind Inseln mit so exotische Namen wie Timor, Wetar, Romang, Damar, Babar, Tanimbar, die alle zu Indonesien gehören. Die marinblau schillernden Vögelchen bewohnen Wälder. Sie wurden erst um 1958 nach Europa eingeführt. Ein Nest wird in ein Körbchen oder einen Kasten gebaut.

Prachtfink

Die Lauchgrüne Papageiamadine ist eine asiatische Schönheit. Von Thailand bis nach Java können diese Farbtupfer mit hohen Stimmen in kleinen Gruppen an Waldrändern, manchmal auch in Reisfeldern und im Bambusdickicht, beobachtet werden. Der friedliche Vogel wurde bereits 1877 in Deutschland gehalten, ist aber heute nicht mehr häufig in der Vogelhaltung.

Autor

Lars Lepperhoff

Lars Lepperhoff

Lars Lepperhoff ist Redaktor der «Tierwelt» und des «Kleintierzüchters», wo er wöchentlich Porträts über Tierhalter schreibt. Ziervögel sind sein Spezialgebiet. Darum pfeifen in seiner Wohnung Graupapageien aus einer Zimmervoliere, Wasser plätschert im Aquarium und exotische Pflanzen wuchern. Auf Reisen besucht er nicht nur Ursprungsgebiete tropischer Vögel, sondern besonders auch Zoos, Botanische Gärten und Tierhalter. Er ist Autor von Büchern und zahlreichen Fachartikeln.

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