Sein dichtes Fell lässt den Jämthund erst um den Gefrierpunkt herum auf Hochtouren kommen. Perfekt also für Skandinavien, wo viele dieser Jagdhunde hauptberuflich Elche aufspürt. Wie alle Rassen, die in den nordskandinavischen Sami-Stämmen entstanden, trägt er eine besondere Erb-Linie von Wölfen in sich. Forscher vermuten, dass die Sami vor 500 bis 3000 Jahren die längst domestizierten Hunde mit weiblichen Wölfen kreuzten.

Der Jämthund ist die grösste und eigenständigste Rasse dieser Herkunft. Auf der Pirsch trifft er viele Entscheidungen selbst, gilt als mutig und ausdauernd. Stundenlang verfolgt er das Wild und wenn er es gefunden hat, zeigt er dies mit hartnäckigem Bellen an. Ist sein Halter ausser Hörweite, muss dieser dem GPS-Signal folgen. Sicherheitshalber bindet er seinem vierbeinigen Jagdhelfer deshalb stets einen Peilsender um.

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Der Jämthund ist auf keine enge Begleitung angewiesen. Zu seinem eigenständigen Charakter gehört auch eine angeborene Sturheit, die eine klare Führung verlangt. Haben Jämthunde jedoch in einem Menschen ihren Rudelanführer entdeckt, sind sie willige Arbeitshunde, die ihre Besitzerin oder ihren Besitzer um jeden Preis stolz machen wollen.

Obwohl als Jagdhunde gezüchtet, können Jämthunde auch als Wachhunde, Schutzhunde, Militärhunde oder Schlittenhunde trainiert werden. Für eine Haltung in einer städtischen Umgebung eignen sie sich kaum, da sie als sehr bellfreudig gelten und viel geistige und körperliche Auslastung brauchen.