Auf einer Wanderung im Wallis ist dem Insektenfoscher Hannes Baur vom Naturhistorischen Museum Bern ein Wartehäuschen ganz besonders ins Auge gestochen. Das BLS-Häuschen in Ausserberg sei «eine eigentliche Insektenfalle», schreibt das Museum in einer Mitteilung. «An den Glasscheiben verfingen sich nicht nur viele, sondern auch viele besondere Insektenarten.»

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 Erzwespen werden in der Landwirtschaft oft zur Bekämpfung von Schädlingen eingesetzt. 
 Bild: zVg/Naturhistorisches Museum Bern

Unter anderem habe Baur Exemplare aus seinem Forschungsschwerpunkt entdeckt, Erzwespen. Seit dieser Entdeckung ist der Insektenforscher immer wieder nach Ausserberg zurückgekehrt. Nicht, um die Schönheit der Lötschberg-Südrampe zu bewundern, sondern um Insekten zu sammeln. Ab sofort wird ihm dies noch leichter gemacht.

Mit dem grünem Licht von Seiten der BLS stellt das Naturhistorische Museum heute Dienstag Insektenfallen am Stationsgebäude auf. So sei es dem Wespenspezialist möglich, «die grosse Vielfalt systematischer zu untersuchen». Nun sollen die Insekten in Ausserberg über das ganze Jahr hinweg erfasst werden. «Es besteht sogar die Chance, dass hier neue Arten entdeckt werden», schreibt das Museum. Und für Baur vermutlich weiterhin regelmässige Wandertage im Wallis.