Georg Friebe von der Inatura Dornbirn bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur APA einen Bericht des ORF. «Als ich ein Foto der Funde gesehen habe, sind mir die Augen übergegangen», so Friebe.  

Ein deutscher Hobbygeologe hatte im vergangenen Herbst eigentlich nach Schnecken gesucht, die mit Blaugrün-Algen überzogen sind. Dabei stiess er auf «glänzende Fragmente», nahm sie mit nach Hause und setzte sie zusammen.  

Weil er nicht wusste, worum es sich dabei handeln könnte, schickte er Friebe ein Foto ins Naturkundemuseum Inatura Dornbirn. «Mir war sofort klar, wo ich den Fund ungefähr einordnen musste. Es musste sich um ein vorsintflutliches Rüsseltier handeln», sagte Friebe.

«Absoluter Glückstreffer»  
Friebe liess sich daraufhin die Fundstelle zeigen und beauftragte einen Fossilpräparator, der noch weitere Zahnbruchstücke zutage förderte. Den Fund selbst bezeichnete er als «absoluten Glückstreffer». «Man weiss, dass es so etwas geben kann, rechnet aber im Leben nicht damit», gab Friebe seiner Überraschung Ausdruck.    

Leider seien die Backenzähne nicht so gut erhalten wie man es sich wünschen würde, sie seien teilweise sehr abgenützt und einige auch unvollständig. Dass die Zähne einem Gomphotherium gehörten, sei klar, alles Weitere aber schwierig zu eruieren.    

Friebe hofft nun, in der Fundstelle auf Kleinsäugerreste zu stossen, die mehr über die zeitliche Einstufung sagen könnten. Zur Zeit des Urelefanten sei das Klima in Vorarlberg subtropisch gewesen. Im Bereich der heutigen Nagelfluhkette, zu der der Pfänder gehört, habe es eine Flusslandschaft mit kleinen Seen gegeben. Am Rande eines dieser Seen seien die Backenzähne gefunden worden, sie sei wahrscheinlich die Wasserstelle des Urtieres gewesen.