157 neue Arten am Mekong entdeckt

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Der neu entdeckte Skywalker-Hoolock-Gibbon zählt laut dem WWF zu den Top 25 der am meisten gefährdeten Primaten der Welt.
Fan Pengfei
WWF-Bericht
In der Mekong-Region wurden im vergangenen Jahr 66 Tier- und 91 Pflanzenarten entdeckt oder neu beschrieben. Das berichtet der WWF und verweist zugleich auf die Gefährdung vieler Arten.

Mit einer Länge von mehr als 4300 Kilometern ist der Mekong nicht nur eine der grössten Flusslandschaften der Erde, sondern auch Heimat für viele seltene Tier-und Pflanzenarten. Er fliesst durch sechs Länder: China, Myanmar, Thailand, Laos, Kambodscha und Vietnam.      

Zu den entdeckten Arten gehören unter anderem eine Bergkröte, die wegen ihrer vermeintlichen Ähnlichkeit mit einer Elfe wissenschaftlichen Namen Ophryophryne elfina und den englischen Namen «Toad from Middle Earth» bekam, und eine Fledermaus, die den Namen Lance-Bass-Fledermaus erhielt. Ihr Kopffell ähnelt demnach der Frisur des Sängers Lance Bass von der früheren amerikanischen Boygroup *NSYNC. Der «Pancake Vatfish», ein Wels, erhielt seinen Namen, weil er die Form eines Pfannkuchens hat.

Ein Affe, der bislang zu den Östlichen Weissbrauengibbons (Hoolock leuconedys) gezählt wurde, hat sich als eigene Art herausgestellt und wird nun Skywalker-Hoolock-Gibbon (Hoolock tianxing) genannt. Diesen Namen gaben ihm chinesische Forscher, die zugleich auf die Bedrohung der Tiere verweisen.    

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Die Lance-Bass-Fledermaus hat die gleichen blonden Spitzen wie der frühere *NSYNC-Sänger
  Bild: Pipat Soisook / Glenn Francis,www.PacificProDigital.com
 

Lebensraumzerstörung, riesige Wasserkraftanlagen und Wilderei machen nach WWF-Angaben nicht nur den Affen das Leben schwer, sondern bedrohen den gesamten Naturraum. Das «Goldene Dreieck», wo Thailand, Myanmar und Laos aufeinandertreffen, gelte als Hot-Spot des illegalen Wildtierschmuggels.      

Doris Calegari von WWF Schweiz warnt vor Umweltzerstörung in grossem Stil. «Laut dem jüngsten Living Planet Report des WWF hat der Bestand der Wirbeltiere in den letzten 50 Jahren global um 60 Prozent abgenommen. In der Mekong-Region fällt dieser Rückgang noch drastischer aus.» Gründe dafür seien die massive Zerstörung von Lebensraum sowie die gross angelegte Wilderei und der illegale Handel mit Wildtieren.

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