Adeliepinguine profitieren vom Klimawandel

Antarktis
Da sich das Eis zurückzieht, nimmt der Bestand der Adeliepinguine zu – im Gegensatz zu anderen Tierarten in den Polarregion.

Während die globale Erwärmung zahlreiche Tierarten bedroht, gibt es für einmal gute Neuigkeiten: Die Adelie-Pinguine in der Antarktis machen sich den Klimawandel zunutze. Sie leben zwar nur in Regionen, wo Eis vorhanden ist, brauchen aber zum Brüten offenes Land. Durch den Rückzug des Eises hat sich nun ihre Lebensraum vergrössert. Dies berichten Forscher der Universität Minnesota in einer Studie in der Fachzeitschrift PLOS-ONE.

Die Forscher untersuchten auf Luftbildern und Satellitenaufnahmen aus den Jahren 1958 bis 2010 die Spuren der Exkremente der Pinguine, sogenanntes Guano. So konnten sie zeigen, dass die Tiere ihren Lebensraum ausweiteten, während das Eis zurückging. Sowohl die Gesamtzahl der Tiere als auch die Dichte der Population nahmen zu. Die Durchschnittstemperatur in der Antarktis ist seit den Achtzigern um mehr als ein Grad angestiegen.

Adeliepinguine werden rund 5 kg schwer und 46 bis 75 Zentimeter und sind damit kleiner als die bekannten Kaiserpinguine. Brutpaare ziehen meist zwei Junge auf und kehren zum Brüten in der Regel immer an denselben Platz zurück. Typisches Merkmal sind der schwarze Kopf mit den weissen Augenringen. Die Art ist häufig und nicht gefährdet. Benannt wurde sie 1840 vom Seefahrer und Forscher Dumont d'Urville nach seiner Frau Adélie.

 

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