Alpenschneehühner suchen kühle Plätzchen auf

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Das Gefieder des Alpenschneehuhns (links ein Männchen, rechts ein Weibchen) sorgt für perfekte Tarnung.
Corentin Morvan
Forschung
Alpenschneehühnern wird es rasch zu warm. Sollte sich das Klima in der Schweiz bis 2070 tatsächlich um vier Grad erwärmen, verlören die Tiere zwei Drittel ihres Lebensraums.

Bei Temperaturen über 21 Grad sind Alpenschneehühner gezwungen, kühle Orte aufzusuchen. Laut einer Studie, welche die Vogelwarte Sempach gemeinsam mit französischen Forschern in den Savoyer Alpen durchführte, suchen die Vögel kühle, schattige Mulden auf. Diese sind häufig nach Norden offen und schützen sie auch vor Fressfeinden. Auch an warmen Berghängen fanden sich kleinräumig solche Stellen.

Insgesamt wurden sieben mit Sendern ausgestattete Tiere verfolgt. Zudem stützen sich die Forscher auf Beobachtungen von Alpenschneehühnern ohne Sender, wie Lukas Jenni, Koautor der Studie und wissenschaftlicher Leiter der Schweizerischen Vogelwarte Sempach, auf Anfrage sagte.

Die Erkenntnisse über geeignete Rückzugsorte für das Alpenschneehuhn könnten dazu beitragen, Ruhezonen oder Schutzgebietsgrenzen für die Art festzulegen, sagte Lukas Jenni. Für die Schweiz werde bis 2070 eine Erwärmung um vier Grad Celsius prognostiziert. Es sei möglich, dass das Alpenschneehuhn bis dann zwei Drittel seines Lebensraumes verliere.

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