Der Alpwirtschaftliche Verband befürwortet das Jagdgesetz

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Der Alpwirtschaftliche Verband stellt sich hinter das Jagdgesetz. Die Zahl der Wölfe habe exponentiell zugenommen, mit der Folge, dass sich die Lage in diesem Jahr zugespitzt habe. 

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Der Schweizerische Alpwirtschaftliche Verband SAV spricht sich für eine Regulierung des Wolfsbestandes und damit für das geplante neue Jagdgesetz aus. Denn die Rückkehr der Wölfe bedrohe die Alpwirtschaft.

Da die Zahl der Wölfe exponentiell zugenommen habe, habe sich die Lage in diesem Jahr zugespitzt, teilte der SAV am Mittwoch mit. Von zahlreichen Alpen hätten Nutztiere wegen vieler Rissen vorzeitig ins Tal getrieben werden müssen. Neu gebildete Wolfsrudel attackierten auch Rindvieh-Herden. Die Wölfe lernten zudem, Herdenschutzmassnahmen zu umgehen.

Ohne Regulierung der Wölfe werde eine tierfreundliche Weidehaltung von Nutz- und Hobbytieren bald nicht mehr möglich sein, warnte der Verband. Ein weiteres Problem sieht der SAV in den Schutzhunden, die eine Herde bewachen: Viele Wanderer oder Biker verzichteten nach einer angsteinflössenden Begegnung mit einem Schutzhund auf die Benutzung bestimmter Wege oder Gebiete.

Die Revision des Jagdgesetzes, über die am 27. September abgestimmt wird, gibt nach Ansicht des SAV die Möglichkeit, kontrolliert in den exponentiell ansteigenden Wolfsbestand einzugreifen. Werde die Vorlage abgelehnt, müsse mit einem «dramatischen» Rückgang der Sömmerung gerechnet werden.

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