Der Bär soll erlegt werden

Braunbär in Trentino

Dem Braunbär, der in der Provinz Trentino zwei Männer angriff, soll an den Kragen gehen. Umweltschützer wehren sich gegen das Vorhaben.

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Italien
Nach dem Angriff eines Bären in Norditalien will die Provinz Trentino das Tier zum Töten freigeben.

Es herrsche grosse Sorge wegen des Vorfalls, bei dem ein Bär zwei Männer angegriffen und verletzt habe, teilte die autonome Provinz Trentino in Italien mit. Die Anordnung zum Töten werde in Kürze unterzeichnet. Umweltschützer kündigten am Mittwoch an, gegen eine solche Verordnung gerichtlich vorzugehen.

Das Tier wurde noch nicht ausfindig gemacht. Unklar ist, ob es ein Männchen ist oder ein Weibchen, das seine Jungen verteidigen wollte.

Ein Vater und sein Sohn waren dem Bären am Montag am Monte Peller begegnet. Als der 28-jährige Sohn zu Boden fiel, machte sich das Tier nach Angaben der Provinz über ihn her. Der Vater habe seinen Sohn verteidigt. Dabei verletzte der Bär ihn schwer. Der Mann kam mit einem gebrochenen Bein ins Krankenhaus.

In der beliebten Alpen-Urlaubsregion leben nach einem Wiederansiedlungsprogramm mittlerweile rund 90 Bären. Dabei gibt es immer wieder Probleme zwischen Mensch und Tier.

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