EU verschärft Kampf gegen illegalen Wildtier-Handel

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Durch das Abkommen soll der Handel von Produkten wie Haiflischflossen eingedämmt werden.
Cloneofsnake / cc-by-sa
Artenschutz
Die Europäische Union tritt dem Washingtoner Artenschutzabkommen (Cites) bei. Sie will damit den Kampf gegen den Handel mit Wildtieren und -pflanzen sowie deren Produkten wie Elfenbein und Haiflossen stärker unterstützen.

Einzelne EU-Länder waren schon lange Mitglied beim Washingtoner Artenschutzabkommen (Cites), nun tritt auch die EU als solche bei. Cites sei das beste Instrument, über das die internationale Gemeinschaft im Kampf gegen den illegalen Tier- und Pflanzenhandel verfüge, sagte der zuständige EU-Umweltkommissar Karmenu Vella am Mittwoch in Brüssel. In der Schweiz war das Artenschutz-Abkommen bereits am 1. Oktober 2013 eingeführt worden.

Laut EU-Kommission wurden 2014 mehr als 20'000 Elefanten und 1200 Nashörner getötet. Der Handel mit wildlebenden Tieren und Pflanzen oder deren Produkten habe in den vergangenen Jahren ein nie dagewesenes Niveau erreicht. Hinter dem Drogen-, Waffen- und Menschenhandel sei er das viertgrösste illegale Geschäft. Er finde über dieselben Netzwerke statt, hiess es weiter.

Cites will nicht nur den Handel mit exotischen Tierarten verbieten oder nachhaltig gestalten, sondern auch den mit europäischen Arten wie Bär, Luchs oder Wolf. Auf dem Schwarzmarkt werden Elfenbein, Rhinozeros-Horn, Tigerprodukte oder auch Flossen von Haien besonders teuer gehandelt. Der Beitritt zu Cites geschieht im Rahmen der Vorbereitung eines EU-Aktionsplanes gegen den illegalen Artenhandel.

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