Fischer und Umweltschützer fordern stärkeren Schutz des Aals

Aal guckt unter Stein hervor

Der Europäische Aal ist vom Aussterben bedroht – unter anderem auch, weil er durch die Verbauung der Flüsse nicht mehr wandern kann und in den Kraftwerken verendet.

Martin Pelanek/Shutterstock.com

Bedrohte Tierart
Der Schweizerische Fischerei-Verband und die Gewässerschutzorganisation Aqua Viva schlagen Alarm: Die Kraftwerke im Rhein tun viel zu wenig für den Schutz des Aals.

Ohne fischgängige Sanierungen in den Grosskraftwerken im Rhein gehe das «qualvolle Aalgemetzel» weiter, schreiben die beiden Organisationen. Seit Jahrzehnten geschehe viel zu wenig. «Bei der Sanierung der Kraftwerke muss mehr Tempo her», heisst es in einer gemeinsamen Mitteilung vom Samstag. Ansonsten würden die Tiere in den Turbinen der Grosskraftwerke im Rhein weiterhin zerhackt und stürben qualvoll. In den vergangenen Tagen seien wieder verletzte und tote Aale gesichtet worden.

Auch andere Fische litten wegen fischuntauglicher Flusskraftwerke. Gerade der Rhein mit total 21 Grosskraftwerken stelle ein grosses Problem für die Tiere dar. An kleineren Kraftwerken gebe es bereits gute Lösungen und Umsetzungsbeispiele, um den Fischabstieg zu realisieren.

Gemäss Gesetz müssen bis im Jahr 2030 alle Schweizer Kraftwerke fischgängig sein. Der Fischerei-Verband und Aqua Viva haben angesichts des aktuellen Stands jedoch «höchste Bedenken, dass diese Frist eingehalten wird».

Der Europäische Aal ist seit Jahren auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten. Er ist vom Aussterben bedroht. Bis zur Industrialisierung gehörten Aale hierzulande zu den häufigsten Fischarten.

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