Freiwillige zählen überwinternde Lachmöwen

Lachmöwen auf Geländer

So kennt man die Lachmöwe: Auf einem Geländer wartet ein ganzer Trupp, um den Enten das von Passanten zugeworfene Brot abzuluchsen.

Harry Kälin

Wintergäste
Wie viele Lachmöwen den Winter in der Schweiz verbringen, beruht auf Schätzungen. Über 200 Freiwillige sollen nun in einer Volkszählung den tatsächlichen Bestand ermitteln, wie die Vogelwarte Sempach am Montag mitteilte.

Die Lachmöwe ist bei winterlichen Spaziergängen an Schweizer Seeufern nicht zu übersehen. Lautstark machen die Vögel mit ihren kichernden oder lachenden Rufen auf sich aufmerksam. Was vielen nicht auffällt: Im Sommer sind Lachmöwen hierzulande selten zu sehen. In der Schweiz brüten nur einige Hundert Paare – ihre Brutplätze auf Kiesinseln sind rar geworden. Im restlichen Mittel- und Osteuropa aber ist die Lachmöwe immer noch sehr häufig. Sie brütet dort an Feuchtbiotopen, Seen, Flüssen oder Küsten in ganz Mittel- und Osteuropa.

Die Vogelwarte schätzt, dass über 40'000 Lachmöwen aus ganz Europa in der Schweiz überwintern. Doch die Schätzung sei ungenau und die letzte schweizweite Zählung fand vor über vierzig Jahren statt. Deshalb werden Ende Januar über 200 Freiwillige an rund zwanzig Seen sowie am Dreiländereck in Basel eine Bestandsaufnahme der überwinternden Lachmöwen durchführen.

Diese Volkszählung solle dazu beitragen, die Bestandsentwicklung zu erfassen. In den letzten Jahren ging die Anzahl der Vögel gemäss der Mitteilung in ganz Mitteleuropa zurück.

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