Herzige Oktopusse verzücken Forscher

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Knapp so gross wie ein Fingernagel war das im Plastik schwimmende Oktopusbaby, das Forscher vor Hawaii fanden.
National Park Service
USA
Gleich zweimal vermeldeten amerikanische Forscher Ende Oktober Neues von den süssen Tintenfischen, die im Internet eine grosse Fangemeinde haben – einmal aus Hawaii und einmal aus der Tiefsee.

Tiefseekraken der Gattung Grimpotheutis sind der Internet-Gemeinde seit einigen Jahren als «Dumbo-Oktopusse» bekannt. Den Namen erhielten sie, weil sie mit ihren lustigen «Ohren» dem fliegenden Elefäntchen aus dem Dinsey-Klassiker ähneln.      

Letzten Dienstag veröffentlichten Wissenschaftler des US-Foschungsschiffs «E/V Nautilus» ein neues Video auf ihrem Youtube-Kanal. Bei einem Tauchgang wurde ein Dumbo-Oktopus gefilmt, der seinem Namen alle Ehre macht. Es sieht in der Tat so aus, als würde er mit Hilfe seiner «Ohren» durchs Wasser fliegen. Die Ohren sind aber in Tat und Wahrheit Flossen.

Wer aber denkt, der Dumbo-Oktopus im Video sei ganz klein und niedlich, lässt sich täuschen. Das Tier hat eine Länge von fast 60 Zentimetern, schreiben die Forscher in der Beschreibung des Videos. Gefilmt wurde es in der kalifornischen Monterey Bay südlich der Stadt San José.

Dumbo-Oktopus «fliegt» durch die Tiefsee (Video: EVNautilus):

Richtig, richtig klein ist hingegen der andere Oktopus, der letzte Woche im Internet die Runde machte. Ebenfalls am Dienstag postete das US-Innenministerium Fotos eines winzigen Oktopusbabys. Meeresbiologen des des hawaiianischen Kaloko-Honokohau-Nationalparks fanden es während eines Riff-Tauchgangs, als sie an der Oberfläche schwimmenden Plastikmüll einsammelten – wie man der Facebok-Seite des Nationalparks entnehmen kann allerdings schon im August.

Das nicht mal fingernagel-grosse Tierchen habe sich in einem Plastikteil befunden. Wie das Innenministerium in seinem Post schreibt, sei der Winzling beim nächsten Tauchgang an einer sicheren Stelle wieder freigelassen worden.  

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