Inder stecken menschenfressende Löwen in den Zoo

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Der Gir-Nationalpark ist der einzige Ort, wo noch Asiatische Löwen in freier Wildbahn leben.
Bernard Gagnon
Raubtiere
Drei zuvor wildlebende Löwen in Indien sollen den Rest ihres Lebens im Zoo verbringen. Die Untersuchung ihrer Exkremente hat gezeigt, dass sie Menschen gefressen haben.

Der im indischen Bundesstaat Gujarat gelegene Gir-Nationalpark ist der einzige Ort, an dem die vom Aussterben bedrohten Asiatische Löwen noch in freier Wildbahn vorkommen. Dort hatten Beamten ein 18-köpfiges Löwenrudel eingefangen, nachdem Anwohner dies gefordert hatten, wie ein Sprecher der Forstschutzbehörde des Bundesstaats Gujarat sagte.

In den vergangenen drei Monaten haben die Raubkatzen demnach drei Dorfbewohner getötet, darunter einen 11-jährigen Jungen. In den Exkrementen dreier Löwen habe man menschliche Überreste gefunden, sagte der Sprecher. «Die Tests zeigen, dass ein erwachsener Löwe die Menschen angegriffen und getötet hat. Zwei junge Löwenweibchen haben die Menschen zwar nicht angegriffen, aber ihr Fleisch gefressen.» Der Rest des Rudels werde wieder freigelassen.

Laut lokalen Medien sind Löwenattacken im Gir-Nationalpark sehr selten. Die steigende Zahl der Löwen zwinge aber einige Rudel, die Grenzen des Nationalparks zu verlassen. Aktuell leben Schätzungen zufolge etwa 520 Löwen in dem Nationalpark.

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